WALD 20 (Wandern im Pongau) / WALD 19 (Wandern im Pinzgau) / WALD 18 (Wandern im Wildnisgebiert Dürrenstein) / WALD 17 (Wandern im Mariazeller Land) / WALD 16 (Wandern im Stubaital) / WALD 15 (Wandern im Wienerwald) / WALD 14 (Wandern im Bluntautal, Salzburg) / WALD 13 (Wandern in Brandenberg, Tirol) / WALD 12 (Eislaufen am Weißensee) / WALD 11 (Wandern rund um den Traunsee) / WALD 10 (Wandern im Tiroler Oberland) / WALD 9 (Kajak fahren in Wildalpen) / WALD 8 (Skitour am Hochkönig) / WALD 7 (Donau-Auen) / WALD 6 (Ausseerland) / WALD 5 (nördlich der Wachau) / WALD 4 (Ötztaler Alpen)
WALD 20 – Wandern im Pongau
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus geht es auf der A1 (Westautobahn) bis nach Salzburg, anschließend auf die A10 abfahren und dieser bis zur Ausfahrt 60 – Eben folgen. Weiter über die Filzmooserstraße, Schattbach und die Filzmooser Landstraße bis nach Filzmoos.
Mit den Öffis: Von Wien aus geht es mit dem Zug nach Leoben oder Salzburg, dann in den Intercity nach Radstadt umsteigen. Von Radstadt fährt circa alle 30 Minuten der Bus 521 nach Filzmoos. Die Anfahrt dauert insgesamt etwa fünf Stunden.
Wanderroute
Route: Wir starten unsere Wanderung direkt am Dorfplatz von Filzmoos. Nach der Kirche biegen wir rechts in die zweite Straße ab, in Serpentinen führt der Weg etwas steiler nach oben. Wir gehen zweimal unter dem Großberg-Sessellift durch, anschließend an einer Siedlung vorbei und etwas später passieren wir einen alten Bauernhof, den Kleinberg. Von da aus geht es weiter an der Rodelbahn entlang, bis wir an der Skihütte Kleinbergalm (1.374 Meter) ankommen.

Von der Kleinbergalm aus führt ein eher flacher Waldweg weiter zur „Schwarzen Lacke“, dem Moorsee. Rechts vor der „Schwarzen Lacke“ geht es leicht ansteigend hinauf auf die Schwaigalm.

Wer die Rodeln nicht dabeihat und nach Filzmoos zurückwandern will, der folgt am besten den Wegweisern Richtung Schwaiggut in Übermoos, anschließend kommt man entlang der Landstraße zurück zum Ausgangspunkt.

Streckencharakteristik:Sowohl die Wanderung auf die Kleinbergalm als auch der Weg zur Schwaigalm sind für ungeübte Wanderer und die ganze Familie geeignet. Die verschneite, romantische Winterlandschaft ist leicht zu begehen. Außerdem erwartet einen ein wunderschöner Ausblick auf die Bischofsmütze und das Dachsteinmassiv.

HÜTTEN: Die im Blockhausstil errichtete, urige Kleinbergalm befindet sich gleich neben der Bergstation des 4er-Sessellifts Großberg. Von hier aus kann man direkt wieder in den Ort rodeln. Nach circa drei Kilometern erreicht man die Schwaigalm (1.356 Meter) und ihre einladende Sonnenterrasse.

DER EXPERTE: Auf unserer Winterwanderung begleitet uns Christian Maier, 47, Revierleiter der Österreichischen Bundesforste. Er ist seit 2004 Revierleiter in Filzmoos, verheiratet und Vater von drei Töchtern. Im Winter wandert er besonders gerne wegen der Ruhe und der abwechslungsreichen Landschaft. Außerdem kann man im Winter die Natur neu entdecken, zum Beispiel beim Tourengehen oder bei einer Schneeschuhwanderung.
DIE REGION
Filzmoos liegt im Norden des Pongau auf 1.057 Meter Seehöhe am Fuße des Dachsteins. Das erste Mal wurde „viltmoos“ 1333 erwähnt, mittlerweile zählt der Ort mit rund 1.400 Einwohnern zu einem der beliebtesten Skigebiete Salzburgs. Unter Wintersportlern sind vor allem der Rossbrand (1.600 Meter) und der Großberg (1.360 Meter) beliebte Ausflugsziele. Filzmoos ist ein Ort, der fast unberührte Natur bietet – fernab vom üblichen Trubel des Wintersports. Entlang der Höhenloipe oder im Tal bietet die Gegend traumhafte Strecken für Langläufer und Skitourengeher. Viele Wege, die hier von Filzmoos aus starten, kann man mit Schneeschuhen oder auf Pferdeschlittenfahrten erkunden – sie sind für die ganze Familie geeignet.
Bildergalerie
Stationen
ES GEHT LOS
TAG EINS

Wir starten in Filzmoos gleich neben der Volksschule. Man wandert rund eine Stunde, bis man die sonnige Kleinbergalm (1.374 Meter) erreicht. Diese ist auch mit dem 4er-Sessellift Großberg erreichbar.
Von der Kleinbergalm wandern wir auf einem romantischen, gut präparierten Waldweg zur Schwaigalm (1.356 Meter). Die ersten 2,5 Kilometer geht es meist leicht bergab und an der „Schwarzen Lacke“ vorbei. Dann geht der Weg 500 Meter leicht bergauf weiter bis zu einer Hütte. Von dort kann man mit dem Doppelsessellift wieder ins Tal fahren.

Auf dem Skidoo geht es gemeinsam mit dem Förster Christian Maier zum Gipfelkreuz des Rossbrands. Ohne Schneemobil geht das übrigens auch — das Gipfelkreuz ist auch gut mit Langlaufskiern oder zu Fuß erreichbar. Von hier haben wir einen herrlichen Rundblick auf Bischofsmütze, Hochkesselkopf, Torstein, Rötelstein und Hochkönig.

Bevor es anstrengend wird, stärken wir uns noch einmal: Tatsächlich geht das auf der sonnigen Terrasse der Kleinbergalm ziemlich gut.
Immer nur rauf und runter gehen ist langweilig, also machen wir uns nach einer Pause in der Kleinbergalm mit Schlitten auf den Weg. Rund drei Kilometer Naturrodelbahn führen von der Alm zurück nach Filzmoos. Vorsicht: Wenn man will, dann kann es ziemlich flott bergab gehen. Aber andererseits ist das ja auch der Spaß an der Sache.

TAG ZWEI

Mit dem Experten fürs Ballonfahren, Peter Flaggl, heben wir ab. Unsere Höhenangst lassen wir uns nicht anmerken, zum Lohn gibt es die Aussicht auf das Filzmooser Winterwunderland von oben.
Schon beim Einsteigen wird uns mulmig. Während der Ballon nach und nach aufgeblasen wird, klettern wir in den Korb. Die Vorstellung, auf 2.000 Meter Höhe aufzusteigen, wirkt zugegeben ein bisschen einschüchternd. Wobei, „fliegen“ darf man ja nicht sagen. Unser Ballonfahrer Peter Flaggl besteht darauf, dass es „Ballon fahren“ heißt. In der Stille der Höhe legt sich die Nervosität aber. Von oben schauen wir auf die verschneite Winterlandschaft – fast schon kitschig. Irgendwie aber auch entspannend und vor allem: schön. Jedes Jahr im Jänner wird Filzmoos zum „Ballondorf“. Der Grund dafür: Internationale Bewerbe und die Nacht der Ballone finden statt. Ein Grund mehr, eine Nacht in Filzmoos zu verbringen.

Als Bonus werden wir am Ende der Ballonfahrt, die ungefähr 2,5 Stunden dauert, auch noch in den Adelsstand erhoben. Ballonfahren war früher dem Adel vorbehalten. Uns soll’s recht sein, ab jetzt heißt es bitte nur noch „Eure Hoheit“.

230 Jahre – so lange gibt es bereits die bemannte Ballonfahrt. Peter Flaggl ist vor 20 Jahren ins Geschäft eingestiegen und in diesen zwei Jahrzehnten so etwas wie zum Luftfahrtexperten geworden. Schuld daran ist sicher auch das vielfältige Ballonangebot hier in Filzmoos. Jeden Jänner sammeln sich Ballonbegeisterte für internationale Bewerbe und wir müssen zugeben: Auch wir sind dem Höhenrausch verfallen.

Info: www.apfelwirt.at


DACHSTEIN DESTILLERIE
Tief in den Dachstein hat Familie Warter einen Keller in den Berg gebaut. Dort lagern Eichenfässer für die Whisky-Produktion. Für Salzburg ist die Dachstein Destillerie ein echter Glücksfall, sowohl der Whisky als auch verschiedene Schnapssorten der Brennerei wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Wer mehr Zeit zum Anschauen und Probieren hat, kann auch gleich eine Führung durch die Brennerei machen. Dabei verrät Hausherr Bernhard Warter ein paar Geheimnisse der Schnapsproduktion.
EICHENMOOS
Eichenmoos ist weltweit eine der häufigsten Flechtenarten. Meistens wächst es auf Laubbäumen, oft aber auch auf Holzzäunen. Charakteristisch ist seine gelblich-grüne Farbe. In nährstoffarmen Gebieten wächst die Flechte in Bodennähe und nimmt einen gräulichen Farbton an. In Mitteleuropa wird Eichenmoos kommerziell angebaut und in Parfums verwendet.

Wissenswertes
GÄMSE
Weibchen und Jungtiere leben im Normalfall getrennt von den Böcken, die sich nur in der Paarungszeit unter das Rudel mischen. Im Winter sind die Tiere eher in den niederen Höhenlagen unterwegs. Gämsen meiden Wälder, sie bevorzugen karge Gebirgsgegenden mit schroffen Felsen und Wiesen.
BIRKHAHN
Der Birkhahn ist an seinem roten Fleck am Oberkopf leicht erkennbar, die Weibchen sind mit ihrem durchgehend braunen Federkleid im Wald besser getarnt. Entlang der Wanderwege in Filzmoos findet man einige Biotope und wer im Winter genau hinsieht, kann dort Birkhahnfamilien entdecken. Während des Winters bleiben die Männchen bei den Familien, ab März findet allerdings wieder die Balz statt und aus einem Familienvater wird wieder ein Junggeselle.
Hirschkalbsrücken in Nusskruste, samtiges Rotweinsaftl,
Topfen-Haselnuss-Knöderl

Zutaten:

Hirschkalbsrücken:
400 g perfekt zugeputzter Rücken vom Hirschkalb, gut abgelegen
4 EL geriebene Macadamia-Nüsse
1 Ei
Mehl
Öl
Zubereitung:
Wildgewürz (Lorbeer, Wacholder, Koriander, Thymian, gemahlene Gewürznelken)
Die Rückenstücke portionsgroß schneiden und würzen, vor dem Braten gut durchkneten,
bis sie richtig weich sind. Im heißen Öl rundum anbraten, sodass ein 2-3 mm Bratring
entsteht. Etwas abkühlen lassen, dann in Mehl wenden, ins Ei tauchen und mit den
Nüssen panieren. In der Pfanne bei kleiner Hitze rundum goldgelb anbraten, rasten lassen.

Topfen-Haselnuss-Knöderl:
120 g Cremetopfen
1 TL Mehl
1 TL Grieß
1 EL geriebene Haselnüsse
1 Ei
Zubereitung:
Alles zu einer saftigen Masse verrühren, mindestens 20 min rasten lassen, dann kleine
Knöderl formen und in „lächelndem“ Wasser ziehen lassen.


TIPPS FÜR DIE UMGEBUNG
HUBERTUS
Kulinarischen Luxus bietet das Restaurant von Johanna Maier und ihren Söhnen. Die Vier-Hauben-Köchin bietet neben höchster Qualität auch seltene Gerichte wie Rehbock oder Ochsenschulter. Man kann das Menü übrigens auch im Package mit einem Hubschrauberflug kaufen. Aber warum sollte man?

www.johannamaier.at

Dachsteinhöhlen
Eine knappe halbe Stunde von Filzmoos entfernt liegt der Dachstein Eispalast. Bis zu 2.000 Meter unter der Erde werden in den Höhlen Eisfiguren ausgestellt. Seit 2007 sind die geschnitzten Figuren zu sehen, auch der Kristalldom sorgt für Staunen. Auf jeden Fall heißt es aber: Warm anziehen, die Temperaturen steigen selten höher als auf 4 °C.

www.derdachstein.at

Unterhofalm
Die Alm auf 1.280 Meter liegt am Fuße der Bischofsmütze. Sie wurde bereits 1776 erbaut und hat auch heute noch den idyllischen Charme einer traditionellen Hofalm. Von Weihnachten bis Ende März ist das gesamte Tal für den Autoverkehr gesperrt, deswegen erreicht man die Hütte nur zu Fuß oder so wie früher: mit dem Pferdeschlitten. www.unterhofalm.at

BÜCHER FÜR UNTERWEGS
Ian Bostridge – Schuberts Winterreise

Der britische Tenor Ian Bostridge hat Franz Schuberts berühmten Liederzyklus unzählige Male gesungen. Über Jahrzehnte hat er sich mit dem Komponisten, seiner Zeit und seinen Einflüssen auseinandergesetzt. Vor allem aber mit dem Zauber dieser Musik. Daraus hat er ein wunderbares Buch gemacht. C.H. Beck 2015, €29,95 Miek Zwamborn – Wir sehen uns am Ende der Welt

Jens ist weg. Niemand weiß, wo der Freund der Erzählerin ist. Sie sucht ihn dort, wo sie gemeinsam waren, auf langen Wanderrouten. Es entsteht eine Expedition durch die Schweiz und Großbritannien und ein Sehnsuchtsbuch über Berge, das ohne den üblichen Kitsch auskommt. Hanser 2015, €23,60
SONGS FÜR UNTERWEGS
Snowmine – Let me in
Winter, es ist kalt – jeder braucht was zum Anhalten und Trösten.

Of Monsters and Men – Crystals
Wie die Schneeflocken, in denen man perfekt tanzen kann.

Fountains of Wayne – Valley Winter Song
Schnee, Sonne und gute Laune.

Russian Red – The Sun, the Trees
Ideal zum Spaziergang am Schneefeld – wenn die Sonne so richtig schöne Baumschatten erzeugt.

Elliott Smith – Angel in the Snow
Für den gemeinsamen Spaziergang.

Fitz and the Tantrums – The Walker
Der zusätzliche Motivationsstoß kurz vorm Gipfel.

Ingrid Michaelson – Snowfall
Als Gegenstück zur Wärme vorm Kamin.

Owl City – Hot Air Balloon
Als Gegenstück zur Stille bei der Ballonfahrt.

Mumford & Sons – Winter Winds
Weil der Wind im Winter schon kalt genug ist.

Daniel Adams Ray – Thinking of Sunshine
Schließlich ist es auch im Winter schön.
WALD 19 – Wandern im Pinzgau
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus fährt man über die A1 (Westautobahn) Richtung Salzburg. Ausfahrt Wals nehmen und auf die B21 auffahren Richtung Zell am See. Die Fahrtzeit beträgt etwa vier Stunden.
Mit den Öffis: Von Wien aus mit dem Zug (ÖBB oder Westbahn) nach Salzburg. Dort umsteigen in den Zug Richtung Wörgl Hbf. Der Zug hält direkt in Zell am See. Die Fahrtzeit beträgt etwa vier Stunden.
Wanderroute
Route: Los geht’s bei der Bergbahn „Schmittenhöhebahn“ direkt in Zell am See. Nach einer kurzen Seilbahnfahrt zur Bergstation begin- nen wir unsere Wanderung auf 1.965 Metern. Zunächst geht es etwa 200 Höhenmeter in westliche Richtung abwärts in das Kettingtörl. Von hier aus führt eine Route über den Kettingkopf auf 1.899 Meter. Der gesamte „Pinzgauer Spazierweg“ würde in etwa acht Stunden dauern. Wir nehmen nach vier Stunden Wanderung von der Hoch-sonnbergalm (1.841 m) aus den Abstieg ins Tal.
Wer die gesamte Strecke gehen möchte, kann von der Hochsonnbergalm noch etwa drei bis vier Stunden bis zur Bürglhütte nach Stuhlfelden weiterwandern.

Streckencharakteristik:Es geht eigentlich sehr gemütlich dahin, man kann den Weg auch problemlos mit Kleinkindern zurücklegen. Wer mag, kann aber vom Weg aus immer wieder zu einer anspruchsvolleren Bergtour abzweigen. Da wir nur die Hälfte des Spaziergangs gehen, nehmen wir zumindest eine Bergspitze mit und gehen auf das Gipfelkreuz „Hochkogel“ auf 2.249 Meter.

HÜTTEN: Auf der gesamten Route des „Pinzgauer Spaziergangs“ gibt es nicht allzu viele Hütten. Von der Schmittenhöhe Richtung Bürglhütte gibt es nach ca. zwei Stunden die Piesendorferhütte. Nach weiteren zwei Stunden erreicht man die Uttendorfer Hochsonnbergalm (1.925 m). Marschiert man weiter, kann man nach zwei Stunden in die Manlitzkarhütte einkehren.

DER EXPERTE: Auf unserer Herbstwanderung begleitete und Wofgang Jagersberger (49). Seit 1988 arbeitet er bei den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF) und ist seit 17 Jahren Revierleiter. Nachhaltigkeit und Naturschutz sind ihm besonders wichtig, deswegen engagiert er sich in seiner Freizeit auch in der Biotopschutzgruppe Pinzgau und ist ehrenamtlich Bezirksleiter der Berg- und Naturwacht.
DIE REGION
Der Pinzgau liegt im Südwesten von Salzburg. Seinen Namen verdankt der Bezirk vermutlich den Binsen, das sind Gräser, die an Gewässern wie der heimischen Salzach oder Saalach wachsen. Der Pinzgau grenzt im Norden an Deutschland und im Süden an Südtirol, er liegt also an wichtigen Transitrouten und ist deswegen verkehrstechnisch gut erschlossen. Urlauber fahren aber nicht nur durch: Die Region ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Salzburgs. Einige der schönsten Bergpanoramen Österreichs gibt es hier, den Nationalpark Hohe Tauern zum Beispiel, aber eben auch den spektakulären Weg über die Großglocknerstraße in Richtung Fuscher Törl. Neben alpinem Rasen, Wasserfällen und weiten Gletscherflächen kann man hier eine vielseitige Pflanzen- und Tierwelt entdecken. Für Wanderer bietet der Pinzgau gemütliche Talwanderwege und anspruchsvolle Gipfelbesteigungen. Im Sommer entspannen viele Urlauber am Zeller See in Zell am See. Im Winter ist Kaprun mit der Urlaubsregion rund um das Skigebiet am Kitzsteinhorn das Ziel der meisten Besucher.
Bildergalerie
Stationen
ES GEHT LOS
TAG EINS

Unsere Wanderung beginnt bei der Bergstation der „Schmittenhöhebahn“ auf 1.965 Meter. Auch hier hat der Herbst bereits Spuren hinterlassen, die Sträucher sind schon ein wenig eingefärbt, die grünen Wiesen haben ein paar rote Flecken bekommen. Auf ihnen grasen Kühe, Schafe und Pferde – Almvieh, das hier oben die Sommermonate verbringt. Wir bleiben nicht nur einmal etwas länger stehen, um die Landschaft zu genießen.

Die Strecke über den Niedernsiller Hochsonnberg ist nicht allzu steil und auch für Anfänger geeignet. Insgesamt geht man, ohne Gipfelabstecher, rund acht Stunden. Wir nehmen zumindest eine Bergspitze in Angriff und es dauert nicht lange, da stehen wir auf dem Hochkogel (2.249 m) und -ge-nießen den Blick Richtung Süden auf den Nationalpark Hohe Tauern, Richtung Norden sehen wir den Wilden Kaiser und bis zum Watzmann.

Granggn-Wasser Bei der Einkehr auf der Hochsonnbergalm bestellt man sich kein Ski-, sondern ein „Granggn“-Wasser. Das besteht aus frischem Bergwasser mit einem Löffel Preiselbeer-Marmelade. Die für den Pinzgau typische Beere, hier auch „Granggn“ genannt, wird außerdem gerne zu Wildgerichten gegessen.

Wer den „Pinzgauer Spaziergang“ macht, sollte unbedingt in die Hochsonnbergalm in Uttendorf einkehren. Maria und Hans empfangen hier ihre Gäste mit hausgemachtem Käse, selbst gebackenem Brot und Speck. Wer den Wanderweg in zwei Etappen gehen möchte, kann auf der Hochsonnbergalm auch übernachten, es stehen sechs Betten zur Verfügung. Was toll ist, wenn man nicht nur den hausgemachten Käse zu sich nimmt.

Keltendorf in Steinbichl Bei einer Neuverlegung der Wasserleitung in Uttendorf stießen Arbeiter 1962 auf ein Gräberfeld aus der Hallstattzeit (rund 700 Jahre vor Christus). Wenig später wurde eine ganze prähistorische Siedlung (etwa um 1800 v. Christus) am Stoanabichl ans Tageslicht befördert. Seit 2001 gibt es rund um die Fundorte ein Keltendorf, so wie es früher war. Um der Welt der Kelten noch etwas näher zu kommen, machen wir eine Führung mit Renate Ratzenböck (r.) und erfahren viel über Bräuche, Rituale und die Mythologie.

Stein und Wolle 80 Stunden muss es gedauert haben, bis ein Loch in diesen Steinen fertig gebohrt war. Durch die Löcher wurden dann Fäden gezogen und an Webstühlen befestigt. Die Mode der Kelten war bunt: Zum Beispiel wurde die Schafwolle mit Färberwaidblüten gekocht und dann an die Luft gelegt. Durch die Oxidation färbte sich die Wolle blau.

Wer Klettersport mag, wird Canyoning lieben. Dabei geht, rutscht, springt oder schwimmt man durch eine Schlucht. Und bei dem Regenwetter, das wir am zweiten Tag hatten, ist das die perfekte Beschäftigung. Denn beim Canyoning wird man auf jeden Fall eines: klatschnass

TAG ZWEI

Die Wassersport-Schule Motion Outdoor in Lofer hat sich auf den ganz speziellen Kick spezialisiert. Hier kann man Raften, Kajakkurse machen oder für den schnellen Adrenalinstoß zu einer Canyoning-Tour aufbrechen. Im salzburgisch-bayrischen Grenzgebiet geht’s dabei in vierstündigen Wanderungen durch einsame Schluchten, über naturbelassene Wasserfälle und manchmal eben auch bis zu zehn Meter hinunter. Ins Wasser. Vor allem im Herbst sollte der Neoprenanzug dann gut sitzen, damit es nicht zu kalt wird.

Das Skibgebiet Saalbach-Hinterglemm ist im -Sommer ein Eldorado für Downhill-Mountainbiker. Fast alle Gondelbahnen des Skizirkus sind dann in Betrieb, die Pisten hinunter geht es über spezielle Lines – durch Wälder, über Wiesen und manchmal auch über spektakuläre künstliche Holzhindernisse. Abfahrten gibt es für alle, von Experten, die sich vom Schattberg über die -X-Line wagen, bis zu Anfängern, die die sogenannte Milka-Line von der Bergstation des Kohlmais-Lifts abfahren. So wie wir. Eine Schutzausrüstung ist aber selbst auf diesen Anfänger-Routen notwendig. (Bikes und Equipment kann man um -wenige Euro leihen, zum Beispiel bei den Bike’n Soul Stationen an den Seilbahn-Talstationen.)

Nadja und Wolfgang sind sich einig: Im Herbst gibt’s hier im Pinzgau viel zu erleben. Und wem die Wanderschuhe mal zu eng sind, der kann sich bei den traditionellen Herbstfesten mit regionalem Essen und Musik die Zeit gemütlich vertreiben.


DIE BIRKE
Bäume haben eine ganz besondere Bedeutung in der keltischen Kultur. Baumkreise zum Beispiel waren für die Kelten eine Art Kalender, bei dem jeder Jahresabschnitt mit einem anderen Baum symbolisiert wurde. Nach dem keltischen Kalender beginnt das Jahr mit der Birke, da es der erste Baum ist, der nach einer Eiszeit mit der Vegetation beginnt.
DER BARTGEIER
Seit 1986 wird der Bartgeier wieder in den Alpen angesiedelt. Mit einer Flügelspannweite von 2,9 Metern ist er einer der größten flugfähigen Vögel der Welt. Er ernährt sich hauptsächlich vom letzten Rest: den Knochen bereits toter Tiere. Um sie in mundgerechte Stücke zu zerkleinern, lässt er die Überreste von großer Höhe auf Felsen fallen.

Wissenswertes
DIE LIBELLE
Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt sie als Larve und häutet sich bis zu zehn Mal. Je nach Libellenart dauert dieses Stadium zwischen drei Monate und fünf Jahre. Ihr Erwachsenenleben ist dann vergleichsweise kurz: Ist die Libelle aus ihrem Kokon geschlüpft, stirbt sie nach wenigen Wochen.
EDELWEISS
Die seltene Alpenblume steht in Österreich bereits seit 1886 unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden. Was viele nicht wissen: Das Edelweiß ist gar nicht so urtypisch für die Alpen. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Zentralasien und ist nach der letzten Eiszeit bei uns eingewandert.
Lammkrone mit Erdäpfelrolle im Natursaftl


Zutaten:

für 4 Personen: Lammkrone und Natursaftl
12 Stück Lammkotelettes
(als Krone im Ganzen)
Salz
Pfeffer
Thymian
Rosmarin
Öl zum Braten
Lammfond

Erdäpfelrolle

4 Blätter Strudelteig
250 g Erdäpfel mehlig, gekocht, dann gerieben
2 El fein geschnittene
Kräuter aus dem Garten
1 El Grieß
1 Ei

Salz, Pfeffer, Muskatblüte, gemahlener Koriander

Zubereitung:

Lammkrone ie Koteletten zuputzen, das heißt, die Knochen von allen Häuten und Sehnen befreien, die Lammkrone von der äußeren Haut befreien, mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin würzen.

In einer festen Pfanne das Öl stark erhitzen, die Kronen einlegen und rundum knusprig anbraten. Danach bei verminderter Hitze weitergaren und am Schluss im Rohr rasten lassen.

Das Fleisch soll eine gute Kruste haben, im Inneren aber rosa bleiben. Der Fleischsaft sollte nicht ausfließen. Die Kotelettes erst kurz vor dem Servieren schneiden und eventuell etwas abtupfen.
Für das Saftl den Bratensaft mit Lammfond aufgießen, mit dem Schneebesen einrühren und eventuell mit Kartoffelstärke binden.

Erdäpfelrolle
Die Teigblätter auflegen und die Ränder mit dem verrührten Ei bestreichen.
Aus den geriebenen Erdäpfeln, Kräutern und dem Grieß eine mollige Masse kneten, abschmecken und in Röllchen auf den Teig auflegen. Die Enden einschlagen und eine Rolle formen.
In heißem Öl herausbacken und gut abtropfen lassen.


TIPPS FÜR DIE UMGEBUNG
Wildpark Ferleite
Knapp vor der Mautstelle auf der Großglockner Hochalpenstraße kann man im Tierpark Bekanntschaft mit über 200 Tieren der Alpen machen.

Großglockner Hochalpenstraße
5672 Fusch-Ferleiten
Tel. +43 (0) 6546 220

Ganzjahresrodeln
Vom Parkplatz am Fuße des Schaufelberges geht’s los: Zunächst wird man 750 bergauf gezogen und kann dann ganze 1.300 Meter bergab genießen.

Einödweg 3, 5710 Kaprun
Tel. +43 (0) 6547 20113
www.maiskogel.at

Burg Kaprun
Die kann man jeden Montag um 16 Uhr ohne Voranmeldung besichtigen, für 5 Euro (Kinder gratis).
Die Führungen gibt’s auf Deutsch und Englisch.

Schloßstraße 55, 5710 Kaprun
Tel. +43 (0) 6547 7653
www.burg-kaprun.at

BÜCHER FÜR UNTERWEGS
Jon Mathieu – Die Alpen

Der Schweizer Historiker forscht seit Jahren an der Geschichte der Menschen in den Alpen. In seinem neuen Buch gelingt ihm ein umfassender Überblick, wie dieser Lebensraum und die hier lebenden Menschen einander geformt haben. Mathieu spannt dabei den Bogen von den Alpenüberquerungen Hannibals bis hin zur Ökobewegung.

Helen Macdonald – H wie Habicht

Als ihr Vater überraschend stirbt, erfüllt sich die Autorin und Falknerin zur Bewältigung ihrer Trauer einen lang gehegten Wunsch: Sie kauft das Habichtweibchen Mabel und beginnt es zu zähmen. In ihrem Zuhause. Dort bestimmt zunächst Mabel, wo es langgeht. Über dieses Zusammenleben schreibt Macdonald schnörkellos, poetisch und spannend.
SONGS FÜR UNTERWEGS
Smith Westerns – Weekend
Es ist wieder an der Zeit rauszugehen. Zwei Tage. Hurra!

Vacationer – Paradise Waiting
Voller Vorfreude.

Mansions on the Moon – Leaves Fall
Oh du schöner Herbst!

Wake Owl – Wild Country
Die Aussicht spricht für sich.

Bahamas – Stronger Than That
So fühlen wir uns nach dem ersten Tag …

Fenster – Oh Canyon
... und doch ziemlich unsicher vor dem Canyoning.

Say Hi – Oh Oh Oh Oh Oh Oh Oh Oh
Ja, oh oh.

Josh Ritter – Getting Ready to Get Down
Der letzte Satz vorm Mountainbiken.

Tyler Lyle – Feel Free
Das Gefühl am zweiten Tag. Danke, Adrenalin.

CHAPPO – Come Home
So fahren wir auch gern wieder zurück.
WALD 18 – Wandern im Wildnisgebiet Dürrenstein
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus fährt man über die A1 (Westautobahn) bis zur Ausfahrt 100 – Ybbs. Von dort folgt man der Erlauftalstraße B25 Richtung Ybbs/Wieselburg bis Göstling an der Ybbs. Die Fahrzeit beträgt in etwa zwei Stunden.
Mit den Öffis: Von Wien aus mit dem Intercity bis Amstetten. Dort steigt man in einen Regionalzug um und fährt mit diesem bis Waidhofen an der Ybbs. Dann dauert es noch etwa eine Stunde mit dem Bus bis Göstling an der Ybbs. Die Fahrzeit für die schnellste Verbindung beträgt zweieinhalb Stunden.
Wanderroute
Route: Treffpunkt für die Führung ist der Parkplatz bei den Rothschildteichen. Von hier aus geht es mit dem Guide im Auto noch ein Stück eine Forststraße entlang, bevor man in den Wald wandert. Nach etwa zwei Stunden, mit einigen Pausen dazwischen, erreicht man den höchsten Punkt der Wanderung, wo man bei einer alten Eibe eine wunderbare Aussicht genießen kann. Anschließend überquert man den Büllenbach durch ein trockenes Bachbett, bevor man auf der anderen Seite des Baches wieder ins Tal hinunterwandert. Die Strecke ist insgesamt etwa zwei Kilometer lang, der Anstieg beträgt 300 Höhenmeter. Die geführte Tour dauert rund drei Stunden, vor allem deshalb, weil man immer wieder an verschiedenen Punkten haltmacht und Erklärungen und Informationen zu den Besonderheiten des Wildnisgebietes bekommt. Die Tour ist nur im Rahmen geführter Wanderungen der Schutzgebietsverwaltung möglich.

Infos: www.wildnisgebiet.at

Streckencharakteristik: Da der Wald im Wildnisgebiet Dürrenstein weitestgehend unberührt ist, sind auch die Pfade verwachsen und nicht immer einfach zu identifizieren. Es empfiehlt sich, eine längere Hose zu tragen, die gegen Zweige oder Farne schützt. Außerdem sollte man eine Jause einpacken, weil es entlang der Strecke keine Verpflegung gibt – dafür aber umso mehr Rastplätze. Besonders imposant: der Aussichtsplatz am höchsten Punkt der Wanderung. Der Weg ist auch mit Kindern gut begehbar.

DER EXPERTE Auf unserer Sommerwanderung begleitete uns Stefan Schörghuber, der ÖBf-Naturraummanager im Wildnisgebiet Dürrenstein. Der 33-Jährige hat an der BOKU Wien Forstwirtschaft und Wildtierbiologie studiert und arbeitet seit 2013 bei den Österreichischen Bundesforsten. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er im niederösterreichischen Mostviertel.
DIE REGION
Das sogenannte Wildnisgebiet Dürrenstein liegt in der Region Eisenwurzen im südwestlichen Niederösterreich, genauer gesagt auf dem Gebiet der Gemeinden Göstling, Gaming und Lunz am See. Die Region ist das vergleichsweise alpinste Eck Niederösterreichs, Wintersportfreunden vor allem wegen des Hochkars bekannt. Aber auch für sehr viel unberührte Natur. Hier liegt nämlich der Rothwald I, der mit 460 Hektar größte Urwaldrest Mitteleuropas. Der Rothwald I ist der einzige Wald Österreichs, der unter die strengste Schutzkategorie „Wilderness Area“ der Weltnaturschutzorganisation IUCN fällt. Er ist seit der letzten Eiszeit unberührt und heute praktisch nur zu Forschungszwecken zugänglich. 1875 erwarb Albert Rothschild das heutige Wildnisgebiet und stellte den Kernbereich unter Schutz. Die Wälder Rothwald II und III, Hundsau und Wandbach wurden 2002 zum Wildnisgebiet Dürrenstein zusammengeschlossen und seither nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Die Bundesforste brachten einen Großteil der Flächen ein, zuletzt wurde das Wildnisgebiet 2013 erweitert und ist nun 3.500 Hektar groß. Das Gebiet ist im Rahmen von Führungen zugänglich.
Bildergalerie
Stationen
ES GEHT LOS
Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz bei den sogenannten Rothschildteichen und schnell wird klar, wer hier vor 150 Jahren das Sagen hatte. Wir passieren nämlich nicht nur das Schloss Steinbach, sondern auch die „Rothschildhäuser“, das sind Forsthäuser in verschiedenen Baustilen – und sie sind ziemlich groß. Rothschilds hatten Einfluss, aber offenbar nicht auf alles. Denn knapp hinter dem letzten Rothschildhaus fällt das Handynetz komplett aus. Wir merken: Jetzt sind wir also wirklich in der Wildnis.

Zur Einstimmung geht es gleich mal richtig bergauf. Der steile Anstieg verläuft mitten durch den Wald. Nur ein kleiner Weg ist ausgetreten und ohne unseren Guide Stefan Schörghuber hätten wir uns vermutlich schon nach fünf Minuten verirrt. Immer verwachsener wird der Weg. Und langsam wird auch klar, wieso man für die zwei Kilometer hier drei Stunden braucht. Aber, erzählt uns Stefan, dieser Weg ist noch der komfortablere: „Sonst müssen wir durch die Buchenhölle.“

Hier wuchert alles. Zahlreiche Specht- und Fledermausarten fühlen sich hier genauso wohl wie Luchse, die selten, aber doch durch das Wildnisgebiet streifen. Und nein, wir sind nicht auf diesen Baum geklettert, weil wir welchen begegnet sind, sondern wegen der tollen Aussicht. Immer wieder sehen wir Holzkästen an den Bäumen, die Habichtskäuze (siehe Infokasten) zum Brüten nutzen. Das Wildnisgebiet nimmt am österreichweiten Wiederansiedelungsprojekt teil. Im 20. Jahrhundert starb die Großeule aufgrund von Bejagung und Habitatsverlust in Österreich praktisch aus.

Auf dem Weg zum höchsten Punkt der Wanderung bleiben wir an einer alten Eibe stehen, die vermutlich durch einen Blitzschlag ausgehöhlt wurde. Stefan erzählt: „Um Eiben gibt es viele Mythen, sie sollen Schutz vor dem Bösen bieten und sind Symbol für das Jenseits.“ Auf der Westseite des Wildnisgebietes gibt es sogar eine Eibe, die um die 1.000 Jahre alt ist.

Bevor es auf der anderen Seite des Büllenbachs wieder talwärts geht, müssen wir ihn überqueren. Durch das steinige Bachbett plätschert jetzt im Sommer gerade so viel Wasser, dass wir uns damit erfrischen und unsere Wasserflaschen mit eiskaltem Quellwasser auffüllen können. Im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, sieht es hier anders aus: Dann wird das Rinnsal zum Wasserfall und den Graben zu überqueren eine echte Herausforderung.

Einkehr: Der Ybbstaler Forelle auf der Spur Zurück im Tal machen wir beim Gasthof „Zum Hammer“ in Göstling halt. Frischer als dort hätten wir unseren Fisch wohl nirgends bekommen können: Vor unseren Augen fischt der Koch zwei Forellen aus einem Becken im Garten hinter dem Gasthof – eine „Herrenforelle“ für Stefan und eine etwas kleinere „Damenforelle“ für Tamara.

Geschichte der Region:

Die Eisenstraße
In der Region kommt man immer wieder bei Ruinen von Hammerwerken vorbei. Auf der sogenannten „Eisenstraße“ wurde früher Erz vom steirischen Erzberg zur Verarbeitung nach Oberösterreich und Niederösterreich transportiert. Hier war genug Holz vorhanden, um die Holzkohle zu produzieren, die für die Eisenverarbeitung notwendig war. Mit der Kohle wurden Schmelzöfen, Hammerwerke und Schmieden beheizt. Heute ist die Region allerdings stärker von touristischer als von industrieller Bedeutung. Zum Glück, denn die Wälder der Region hatten angesichts des großen Bedarfs an Holz zur Kohleproduktion stark gelitten.

Bruckners Bierwelt: Der Schwarze Graf und sein Dirndl
Eigentlich wollen wir bei „Bruckners Bierwelt“ nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen, während draußen ein kleines Sommergewitter niedergeht. Doch nach dem „Schwarzen Graf“ müssen wir auch noch den „Schwarzen Peter“ probieren. Und das „Wellnessbier“. Und das „Dirndlbier“. Und das „India Pale Ale“. Auf die zahlreichen Brände, die es dort gibt, verzichten wir aber.
Während der Verkostung erfahren wir nicht nur einiges über Bier, sondern auch über die Region der ehemaligen Eisenstraße, nach der das „Erzbräu“ benannt ist. Über diese wurde der wertvolle Rohstoff früher mit Pferdewagen vom Erzberg zu den Hammerwerken transportiert. Den ehemaligen Hammerherren, die „Schwarze Grafen“ genannt wurden, hat die Brauerei eine eigene, bernsteinfarbene Biersorte gewidmet.


DER HABICHTSKAUZ
Habichtskäuze achten bei der Partnersuche auf ein gut gepflegtes Federkleid ihrer Partner und den richtigen Ton, den vor allem Männchen bei der Herbstbalz treffen müssen, um Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Gefallen sich zwei Exemplare, nähern sie sich einander an und schenken sich, was sie so erbeutet haben. Bei gemeinsamen Kuschelstunden pflegen die Eulen sich gegenseitig das Gefieder. Mit ihrem Nachwuchs ziehen sie gemeinsam in Nisthöhlen. Habichtskäuze leben fast ausschließlich monogam. Es ist übrigens nicht unwahrscheinlich, bei einer Führung im Wildnisgebiet Habichtskäuze nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen: Die Tiere sind nämlich auch tagaktiv – allerdings sehr scheu.
SCHÖNE BLÜMCHEN
Im Wildnisgebiet wachsen mehr als 300 Blumenarten. Besonders viele seltene, unter Naturschutz stehende Orchideenarten wie das Waldvöglein (links) oder das Knabenkraut (oben) können hier ungestört wachsen, da der Wald im Naturschutzgebiet nur wenigen menschlichen Einflüssen ausgesetzt und das Ökosystem daher besonders stabil ist.

Wissenswertes
DIE EIBE
In der freien Natur sind Eiben heute selten geworden, anders im Wildnisgebiet Dürrenstein. Eiben sind Nadelhölzer; die weiblichen Eiben erkennt man im Herbst an den roten Samenmänteln auf den Zweigen. Diese sind, ebenso wie Rinde und Nadeln, für Menschen und viele Tiere giftig. Eiben haben ein außergewöhnlich hartes Holz und werden steinalt. Sie brauchen nur wenig Sonne und fühlen sich auch im Schatten wohl. Dafür wachsen sie sehr langsam.
WUSSTEN SIE...
... dass Zunderschwämme, die auf toten Bäumen wachsen, ihren Namen von dem leicht entflammbaren Material in ihrem Inneren haben? Bereits in der Steinzeit wurden die Fasern zum Feuermachen verwendet und auch filzen lässt sich damit.
Carpaccio vom Rehrücken mit Dirndl-Chutney


Zutaten:

Carpaccio vom Rehrücken
200 g Rehrücken
1 Tl gemahlener
Kreuzkümmel
1 Tl Senfpulver
2 Tassen Ristretto
vom Arabica Mokka
Olivenöl aus der Veronelli-Serie „Casaliva“
Aceto Balsamico
Persisches Blausalz

Kornelkirschen-Chutney
400 g Dirndl (Kornelkirschen), sehr reif und gut abgelegen
200 g schwarze Ribiseln, auch sehr reif
240 g brauner Zucker
60 ml Johannisbeeressig
1 Glas Wasser (125 ml)
4-5 g Pektin


Zubereitung:

Carpaccio vom Rehrücken Das Fleisch sorgfältigst zuputzen, alle Sehnen und Häutchen entfernen. Aus den anderen Zutaten eine Marinade herstellen, das Fleisch einlegen, so dass es komplett mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Ungefähr 2 Stunden im Kühlschrank beizen, danach abtropfen und in eine Frischhaltefolie einlegen. Die Enden abdrehen und eine gleichmäßige Stange formen. Mindestens 8 Stunden frieren, danach fein schneiden.

Auf Löwenzahnsalat anrichten und am Tisch mit dem Öl, dem Essig und dem Blausalz marinieren.

Dirndl (Kornelkirschen) Chutney mit schwarzen Ribiseln
Das Pektin mit dem Zucker verrühren. Die gewaschenen Früchte mit einem Glas Wasser auf den Herd geben und langsam zum Köcheln bringen. Nach etwa 20 Minuten die Früchte durch die „Flotte Lotte“ drehen und in den Topf zurückgeben. Mit Essig aufgießen und 10-12 Minuten köcheln lassen. Die Zucker-Pektin-Mischung langsam einrühren und sofort in die Gläser heiß einfüllen. Zu verwenden als kalte Sauce zum Rehcarpaccio.
Warm und mit etwas Fruchsaft oder Brühe aufgegossen passt es auch perfekt zu Ente oder Perlhuhn.

Marinade für das Carpaccio nach dem Anrichten:
Olivenöl aus der Veronelli-Serie „Casaliva“, Aceto Balsamico 9-jährig von der Acetaia Pecoraro aus Klosterneuburg und persisches Blausalz

Anrichten
Das Carpaccio in hauchdünne Scheiben schneiden und auf einem kalten Teller auffächern (oder kreisförmig über den Rand einer kleinen Glasschüssel legen). Die Marinade und das Chutney einzeln mit einem Teelöffel darüber verteilen (tröpfchenweise).
Den Löwenzahnsalat beistellen oder auch am Teller anrichten.

Ein herrlich leichtes Sommergericht.


TIPPS FÜR DIE UMGEBUNG
Ybbstaler Solebad
Sollte man einmal keine Lust auf Wandern haben, lässt sich das beeindruckende Bergpanorama auch wunderbar von der Sauna oder dem Schwimmbecken des Ybbstaler Solebads aus betrachten. Zusätzliches Plus: der E-Bike-Verleih. Die Gegend lässt sich nämlich auch mit dem Rad sehr gut erkunden. Täglich 9-22 Uhr, Oberkogelsbach 21
A-3345 Göstling an der Ybbs

E-Bike-Buchung:
info@goestling-hochkar.at oder
+43 (0) 7484 5020-19/20

Leckermoor
Das Leckermoor im Naturschutzgebiet Leckermoos ist eines der größten Hochmoore Niederösterreichs und aufgrund seines speziellen Klimas Heimat für viele besondere Pflanzen und Tiere, zum Beispiel den Hochmoor-Perlmuttfalter.
Führungen von 4. Mai bis 26. Oktober, Mittwoch 9 Uhr und Freitag 15.30 Uhr

Anmeldung: Bauernhof „Ablaß“,
Fam. Zettel +43 (0) 7484 2422

Erlebniswelt Mendlingtal
Im Mendlingtal befindet sich die letzte funktionstüchtige Holztriftanlage Mitteleuropas. Der drei Kilometer lange „Holzweg“ endet bei der Jausenstation Herrenhaus, wo man sich mit Broten und hausgemachten Mehlspeisen stärken kann.

Geöffnet von 1. Mai bis 31. Oktober, täglich 9-17 Uhr
Lassing 19, A-3345 Göstling an der Ybbs

BÜCHER FÜR UNTERWEGS
Tim Parks – Der ehrgeizige Mr. Duckworth
Der junge Engländer Morris Duckworth schlägt sich in Verona als Englischlehrer durch, wartet aber auf den großen Durchbruch. Dann lehnt ihn die Familie seiner Freundin als zukünftigen Ehemann ab. Das ist der Beginn von Entführung, Mord und Totschlag und einer Reise durch den italienischen Sommer. Perfekt für einen Nachmittag am See.

Max Scharnigg – Die Stille vor dem Biss
Anders als Nicht-Angler glauben, geht es gar nicht darum, dass die Rute wackelt, weil ein Fisch angebissen hat. Es ist ein friedliches Abenteuer, eine Meditation, bei der man ganz ohne Stress etwas Nützliches tut, es ist ewiges Warten und ein riesiges Glück. Eine Liebeserklärung mit vielen praktischen Tipps, gerade für Einsteiger.
SONGS FÜR UNTERWEGS
Simian – Sunshine
Blauer Himmel, die Sonne scheint, raus geht’s.

Future Islands – Back In The Tall Grass
Barfuß im Gras – fühlt sich an wie in Kindheitstagen.

Joy Division – Wilderness
Nur wer sich ins Unwegsame vorwagt, entdeckt Geheimnisse.

Florence + The Machine – How Big, How Blue,
How Beautiful
Erfrischend ist es im Wasser fast immer. Vor allem im Wald.

KYKO – Animals
Weil man in der Natur zum Glück nie allein ist.

Wild Nothing – Paradise
Untertauchen im Lunzer See.

We The Wild – Run
Die Wildnis will in Ruhe gelassen werden.

Ezra Furman & The Harpoons – Take Off Your Sunglasses
Geht die Sonne, kommt Farbe in den Himmel.

Longfellow – Where I Belong
Auf dem Heimweg!

Mynth – I’m Good
Weil man anders müde ist,
wenn man vom Draußensein
müde ist.
WALD 17 – Wandern im Mariazeller Land
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus fährt man über die A2 (Südautobahn) bis Seebenstein. Dann auf der S6 (Semmering Schnellstraße) bis Mürzzuschlag, von dort auf die B23 (Mariazeller Bundesstraße) bis Mürzsteg. Auf der Niederalplstraße kommt man dann bis zur Passhöhe Niederalpl. Parkplätze sind genügend vorhanden.
Mit dem Zug:Von Wien aus fährt man mit dem Zug bis nach Mürzzuschlag. Dort geht es mit dem Bus über Neuberg und Mürzsteg nach Niederalpl. Oder man fährt mit der Mariazellerbahn von Wien oder St. Pölten aus direkt nach Mariazell, dann mit dem Bus über Gußwerk, Wegscheid und Aschbach nach Niederalpl.
Wanderroute
Route: Von der Passhöhe Niederalpl (1.120 m) aus beginnt man mit einem kleinen Anstieg in Richtung Wetterinalm (1.280 m). Von dort aus folgt man den rot-weiß-roten Markierungen bis zum Gipfelkreuz „Hohe Wetterin“ (1.530 m). Die Strecke ist ca. 3,5 Kilometer lang. Man geht ungefähr eine Stunde.
Hütten:Auf 1.280 Metern Seehöhe liegt die Almhütte „Wetterin“. Sie wird von Juni bis Oktober bewirtschaftet. Von dort führt ein Almweg weiter hinauf auf die Spitze der Wetterin.
Streckencharakteristik: Die Route kann man sowohl im Sommer als auch im Winter gehen. Im Sommer geht man den größten Teil der Wanderung auf Schotterwegen und Forststraßen. Die Wanderung ist auch für Ungeübte geeignet.
Mariazell
Der Ort ist das Zentrum des Mariazeller Landes und Bezugspunkt für Pilger aus aller Welt. 3.966 Einwohner hat der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs, aber Hunderttausende Pilger kommen jährlich nach Mariazell, um die Gnadenstatue Magna Mater Austriae in der Basilika Mariä Geburt zu sehen.
Bildergalerie
Stationen
ES GEHT LOS
Ausgangspunkt für unsere Wanderung auf die „Hohe Wetterin“ (1.530 m) ist das Niederalpl (1.120 m). Man hat hier die Möglichkeit, direkt auf der Passhöhe auf einem kleinen Steig zu beginnen oder ca. 100 Meter nach der Passhöhe links auf dem Parkplatz zu starten. Dort wandert man eine Forststraße Richtung Wetterinalm entlang.

Der Steig von der Passhöhe mündet ebenfalls nach kurzer Zeit in eine Forststraße, von der aus wir den Markier- ungen bis zur Wetterinalm folgen.
Von der Hütte aus gehen wir zuerst einen Schotterweg entlang, wandern die letzten 15 Minuten vor dem Gipfelkreuz aber auf richtigem Almboden.

Vor der Hütte nehmen wir Platz in der Sonne, genießen unser Speckbrot und ein in der Gegend typisches Tipperl. Tipperl? Ja, Tipperl.

Hinter der Hütte hat es sich schon etwas länger jemand anderer bequem gemacht: ein Murmeltier. Manchmal lässt es sich sogar blicken. Und wir hatten das Glück, dann dabei zu sein.

Wanderung
Gemeinsam mit Markus Grünbichler, unserem ÖBf-Guide, wandern wir bei ungetrübtem Sonnenschein auf das Gipfelkreuz der „Hohen Wetterin“. Bei der Einkehr in die Wetterinalm machen wir Bekanntschaft mit einem echten Alpenmurmeltier.
Fliegenfischen
An einem ruhigen Platz an der Salza zeigt uns Profi Fred Pijawetz, wie man fliegenfischt. Und es klappt: Wir fangen eine Bachforelle.

Wissenswertes
Gußwerk in Aschbach
In Gußwerk sind wir auf den Spuren des Bergbaus unterwegs. Wir besuchen das Montanmuseum und einen Holzofen, die aus einer Zeit erzählen, als hier noch in großer Menge Eisen gewonnen und verarbeitet wurde.
Roller & Mountaincart
Auf der Gemeindealpe Mitterbach am Erlaufsee geht es mit Monsterrollern und Mountaincarts über eine Serpentinenstraße runter ins Tal. Ziemlich schnell.
Bachforelle mit Apfeltürmchen,
gefüllt mit Quinoa von Haubenkoch Gottfried Bachler


Zutaten:

Forelle
160 g gut zugeputztes und grätenfreies Filet von der Bachforelle
1 EL Olivenöl
Fischgewürz

Beilage
120 g Quinoa-Korn
„Fairtrade“
4 säuerliche Äpfel (Bohnapfel aus unserem Hausgarten)
1 EL getrocknete Paradeiser, fein gehackt
1 TL Basilikum, fein gehackt
240 ml Gemüsebrühe
1 Schuss Weißwein
Salz & Pfeffer


Zubereitung:

Sauce
Von den Karkassen gekochter Fischfond, durch ein Sieb geseiht, mit wenig Rahm, Tomatenmark und Kurkuma aufgekocht, mit Fischgewürz abgeschmeckt und bis zur gewünschten Konsistenz eingekocht.

Anrichten
Auf einem warmen Teller die Sauce verteilen. Mit den Apfelstücken und der Quinoa einen Turm bauen. Die Filets platzieren und dekorieren.

Ein herrliches Fastengericht, reich an Ballaststoffen und fein im Geschmack.

Fisch
Die Pfanne gut erhitzen, das Olivenöl eingießen und den gewürzten Fisch nur auf der Hautseite braten. Die Hitze reduzieren und langsam gar werden lassen. Kurz vor dem Servieren umdrehen, die Haut abziehen und die Filets nur etwas Farbe nehmen lassen. Der Fisch soll innen so richtig saftig bleiben.
Die Haut im Bratansatz knusprig braten und auf die Filets legen.

Beilage
Die Quinoa mit lauwarmem Wasser waschen und gut abtropfen lassen. Einen Topf mit gutem Boden erhitzen, den Weißwein ablöschen und mit dem Gemüsefond aufgießen. Die getrockneten Paradeiser und das Basilikum dazugeben und mit Salz & Pfeffer abschmecken. Es soll ein duftender, geschmackvoller Sud entstehen. Die gewaschene Quinoa einrieseln lassen und heftig aufkochen. Nach wenigen Minuten vom Herd nehmen und zugedeckt rasten lassen. Mehrmals umgabeln, damit sie locker bleibt.
Die Äpfel kappen und mit einem kleinen Messer das Kerngehäuse ausstechen. In 3 mm Scheiben schneiden und in einer Pfanne von beiden Seiten kurz anbraten.



Kulinarische Tipps fürs Umland
Pirker Lebkuchen
In ganz Mariazell duftet es nach Lebkuchen und folgt man seiner Nase, so landet man irgendwann in der Konditorei Pirker bzw. bei der Lebzelterei Pirker. Dort kann man bei der handwerklichen Fertigung der Lebkuchen live zusehen und auch noch verkosten.
Anmeldung: www.lebkuchen-pirker.at oder +43 (0) 3882 2179

Arzberger Likörmanufaktur
Statt ins Kloster zu gehen, schuf Cajetan Arzberger Ende des 19. Jahrhunderts den Mariazeller Magenlikör. Woher die wundersame Wirkung der 33 Kräuter stammt, darüber schweigen seine Nachkommen beharrlich. Wer dem Geheimnis auf den Grund gehen möchte, kann in der Likörmanufaktur vorbeikommen und die Elixiere verkosten.
Hauptplatz 6 / Wiener Straße 2
A-8630 Mariazell
Anmeldung unter: www.arzberger.co.at

Brauhaus Girrer
In der Kleinbrauereianlage von Johannes Girrer wird die Brautradition im Haus seit 1673 (!!!) wiederbelebt. Gebraut wird mehrmals die Woche und der Gast kann direkt von der Schank in den Gärkeller sehen. Tipp: Die „bierige“ Kost aus der Küche probieren!
Reservierung: brauhaus@mariazell.at oder +43 (0) 3882 2523
WALD 16 – Wandern im Stubaital
Ganz am Ende des Stubaitals, dort, wo man schon fast in Italien ist oder, auf der anderen Seite, im Ötztal, liegt der Stubaier Gletscher. Auf 3.000 Metern Seehöhe kann man Ski fahren, snowboarden oder auch ganz ungewöhnliche Architektur besichtigen. Und genau das hat Nadja getan.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus über die A1 Richtung Linz, dann weiter auf die A8. Am Autobahnkreuz 101-Dreieck Inntal rechts halten und den Schildern A93 in Richtung Innsbruck/ Kufstein/Brenner folgen, bis man auf die A12 kommt. Bei der Gabelung links halten und auf der A13 bleiben bis zur Ausfahrt 10-Schönberg in Richtung Stubaital/Stubaier Gletscher.
Mit dem Zug:Von Wien aus fährt man mit dem Zug knapp fünf Stunden nach Neustift im Stubaital. Von dort gibt es von 1. Oktober 2014 bis 1. Mai 2015 einen gratis Linienbus, der bis zur Talstation des Stubaier Gletschers fährt – und zwar alle acht Minuten!
Wanderroute
Route: Von der Talstation des Stubaier Gletschers hat man mit der Gondel verschiedene Optionen für den Start der Wanderung. Sehr beliebt ist als Wanderstart die Station Eisgrat auf 2.900 Metern. Von dort geht es dann auf die Schaufelspitze (3.332 Meter) oder auf den Zuckerhütl (3.507 Meter).
Hütten: Im Gebiet des Stubaier Gletschers gibt es fünf Restaurants und Hütten. Das Restaurant Eisgrat, die Dresdner Hütte oder die Berghütte Bödele laden zur Einkehr ein.
Streckencharakteristik: Im Winter ist die Strecke mit einem Anstieg von knapp 500 Höhenmetern nichts für völlig Ungeübte. Die Alpintour sollte auch nicht alleine gemacht werden. Der Weg besteht teilweise aus Gletscher, Schutt, leichten Felsen und weglosem alpinem Gelände. Der unbeschilderte Gipfelanstieg beginnt bei der Schaufeljochbahn. Dort muss man genau auf Pfadzeichen achten.
Neustift im Stubaital
Das Dorf liegt auf 994 Metern Seehöhe und ist eines der traditionsreichsten Bergsteigerdörfer in den Alpen. Kaiser Maximilian war zur Hirsch-, Gams- und Saujagd im Hinteren Stubaital unterwegs und stiftete dem Ort 1505 eine Kapelle. Heute zählt die Gemeinde rund 4.600 Einwohner.
Bildergalerie
Stationen
Starpunkt: Talstation des Stubaier Gletschers
Die Talstation des Stubaier Gletschers ist zirka 20 Fahrminuten von Neustift im Stubaital entfernt. Wir fahren mit der Gondel bis zur Station Eisgrat auf 2.900 Höhenmetern. Dort starten wir unsere Wandertour in Richtung Schaufelspitze. Wir folgen dem Gletscherpfad bis zur Schaufeljochbahn.

Wir ziehen an der Eisjochbahn und der Jochdohle vorbei, wo sich das höchstgelegenste Restaurant Österreichs befindet. Der unbeschilderte Gipfelanstieg beginnt bei der Schaufeljochbahn. Wir folgen dem Pfad in Richtung Osten und wandern weiter hoch über den Südhang, bis wir den Gipfel erreichen.

Top of Tyrol
Die Aussichtsplattform „Top of Tyrol“ liegt knapp zehn Minuten von der Gipfelstation der Schaufeljochbahn entfernt – zehn Minuten zu Fuß, klarerweise – und ist nicht nur einer der höchsten Aussichtspunkte der Tiroler Alpen, sondern vielleicht sogar der spektakulärste. Insgesamt 109 Gipfel, die höher als 3.000 Meter liegen, kann man vom „Top of Tyrol“ aus sehen. Die freischwebende Konstruktion bietet einen 360-Grad- Rundumblick, Man schweigt also, atmet, staunt – und lächelt irgendwann.
Schaufeljochkapelle
Die Schaufeljochkapelle auf knapp 3.200 Metern Seehöhe liegt ebenfalls nur wenige Minuten Gehweg von der Bergstation entfernt – und bietet mit ihrer schlichten, klaren, ja, fast in sich gekehrten Architektur einen guten Gegenpol zur „Top-of- Tyrol“-Aussichtsplattform. Die Kapelle wurde vom Innsbrucker Architekturbüro ao 2012 errichtet und soll an die verunglückten Alpinisten in der Region erinnern.

Wissenswertes
Im Reich der Dreitausender
Der Stubaier Gletscher ist das größte Gletscher-Skigebiet Österreichs. Es liegt auf zwischen 1.750 und 3.210 Höhenmetern und erstreckt sich über 1.450 Hektar Skifläche. Lange Zeit konnte man auch im Sommer zum Skifahren kommen. Seit 2003 aber gilt es von Oktober bis Juni als schneesicher. Im Sommer kann man dafür zum hochalpinen Wandern kommen. Von Neustift im Stubaital aus geht es mit der Gondel bis ganz nach oben.
Eisgrotte
Am Stubaier Gletscher hat man im Sommer wie im Winter die Gelegenheit, einen Blick in das Innere des Gletschers zu werfen. Gleich bei der Station Eisgrat in 2.900 Meter Höhe gelegen, führt eine 130 Meter lange Eisgrotte mitten durch das Gletschereis. Auf einer Art Lehrpfad erfährt man bei verschiedenen Stationen Wissenswertes zu den Themen Eis und Schnee. Man kann die Tour entweder alleine vornehmen oder einen Guide buchen (unbedingt vorab anfragen). marketing@stubaier-gletscher.com
Rezept für unterwegs: Bratapfel


Zutaten: 4 kleine rote Äpfel,
mit einem Ausstecher vom
Kerngehäuse befreit
4 kleine Kugeln Marzipan
zum „Verschließen“ der Äpfel
Winterliche Marmelade zum
Füllen

Marmelade:
Trockenfrüchte,
Zitronat,
Rosinen,
Cranberries
gehackte Nüsse
Rotwein
Orangensaft
Piment,
Nelken,
Kardamom

Zubereitung: Bratapfel:
Die Äpfel mit dem Marzipan unten verschließen und mit der Marmelade auffüllen. Bei 160° 12-15 Minuten backen und sofort servieren.

Zubereitung:Marmelade:
Trockenfrüchte (Dörrpflaumen, Feigen, Marillen, Aranzini, Zitronat, Rosinen, Cranberries) werden mit gehackten Nüssen, bestem Rotwein und Orangensaft zu einem dichten Geschmack vermählt. Mit allen Gewürzen, Piment, Nelken, Kardamom, die wir um diese Zeit so lieben, verkocht und ins Glas gegeben.


Tipps fürs Umland
Hoferwirt in Neustift im Stubaital
„Diese Stube wurde getäfelt von Tischler Alois Ribis für Hofer Peter – Gastwirt und Metzger im März 1880“ – So steht’s geschrieben und so sieht es aus. Wer in Neustift im Stubaital einen urigen Wirt sucht, kehrt am besten beim Hoferwirt ein und bestellt sich das „Hoferwirt’s Forellen-Gröstl“. Der Fisch kommt aus der eigenen Forellenzucht auf der „Tschangelair-Alm“ auf 1.410 Höhenmetern.

Hoferwirt in Neustift im Stubaital
Dorf 12, 6167 Neustift im Stubaital
Tel: +43 (0)5226 22010
info@hoferwirt.at

Restaurant Schaufelspitz
Nicht viele Restaurants können so eine Aussicht bieten. Das Schaufelspitz liegt auf 2.900 Metern und wohin man auch blickt, sieht man schneebedeckte Gipfel. Die Sonnenterrasse, ein wärmender Kamin und die Zirbenstube laden zum Bleiben ein. Die Küche wurde mit einer Haube ausgezeichnet.

Restaurant Schaufelspitz
Stubaier Gletscher, 6167 Neustift
im Stubaital, Bergstation Eisgrat
Geöffnet Mo-So 9-15 Uhr
Tel: +43 (0)5226 8141324
j.lanzinger@stubaier-gletscher.com

Stubaier Bauernmarkt
Geräucherter Speck, frisch gebackenes Brot, selbst gebrannte Schnäpse, Honig und Gewürze gibt es am Stubaier Bauernmarkt. Er findet alle sieben bzw. 14 Tage freitags im Musikpavillon in Neustift statt.

Musikpavillon
6167 Neustift im Stubaital
Freitag 14-16 Uhr (alle 7 bzw. 14 Tage)
stubaitouristik@stubai.at

WALD 15 – Wandern im Wienerwald
Der Wienerwald ist das Naherholungsgebiet der Hauptstädter. Nur wenige Minuten braucht es, bis von der Großstadt nichts mehr zu hören ist. Ein Nachmittagsspaziergang, bei dem wir stattdessen Bekanntschaft mit Salamandern und Siebenschläfern, mit Haselmäusen, wilder Minze und Brombeeren machen.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus über die A23 und die A21 bis zur Ausfahrt Alland. Der L110 über Alland bis Klausen-Leopoldsdorf folgen. Nach Klausen-Leopoldsdorf gerade weiter auf der L127 bis zum Gasthaus Schöpfl gitter auf der linken Straßenseite. Das ist der Ausgangspunkt für die Wanderung.
Mit dem Zug:Von Wien fährt man mit dem Zug knapp 20 Minuten bis Baden. Am Bahnhofsvorplatz den Bus 459 Richtung Hochstraße Wienerwald nehmen. Von der Station Klausen–Leopoldsdorf sind es noch 30 Minuten Fußweg bis zum Gasthaus Schöpfl gitter.
Wanderroute
Route: Vom Parkplatz zwischen Klausen-Leopoldsdorf und St. Corona am Schöpfl führt ein gut beschilderter Wanderweg bis hinauf zur Matraswarte. Man kann sich hier nicht verlaufen. Aber Achtung: Große Gebiete um den Schöpfl werden vom Biosphärenpark als Kernzone ausgewiesen, die man nicht betreten darf. Bleibt man aber auf den ausgeschilderten Wanderwegen, kann nichts passieren.
Rasten: Am Gipfel, gleich neben der Matraswarte, liegt das Schöpfl -Schutzhaus. Hier lässt es sich gut ein paar Minuten rasten oder zu Mittag essen, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. Bewirtschaftet wird das Schutzhaus von März bis Dezember, montags ist allerdings Ruhetag.
Streckencharakteristik: Ein schöner, nicht sehr strapaziöser Ausfl ug für die Familie. Knappe eineinhalb Stunden spaziert man rauf bis zum Schöpfl . Nur kurz vorm Gipfel kann es ein wenig steil werden. Alle enttäuschten Extrembergsteiger, für die dieser Ausfl ug zu wenig anspruchsvoll ist, sollten sich davon auf gar keinen Fall abschrecken lassen. Der Panoramablick, den man von der Matraswarte aus hat, entschädigt: Er reicht vom herbstlichen Laubwald des Wienerwalds bis hinaus zur Rax.
Klausen-Leopoldsdorf
Der Wienerwald-Ort liegt am Oberlauf der Schwechat und gehört zum Bezirk Baden. Lange Zeit galten diese Teile des Wienerwalds als kaiserliches Jagdgebiet. Für den Bau der Klause 1667 warb man Arbeiter und Holzknechte aus dem Salzkammergut an. Von den ehemaligen 51 Arbeitern siedelten sich fünf noch im selben Jahr in Klausen-Leopoldsdorf an. Heute zählt die Gemeinde rund 1.600 Einwohner.
Bildergalerie
Stationen
Starpunkt: GASTHAUS ZUM SCHÖPFLGITTER
Wenige Kilometer außerhalb der Bundeshauptstadt ist das Gasthaus zum Schöpflgitter ein ziemlich uriger Startpunkt. Bevor es losgeht, können hier bei einem Kaffee noch einmal die Wanderkarten studiert werden. Gleich hinter dem Gasthaus beginnt ein ausgeschilderter Wanderweg hinauf auf den Schöpfl.


Am Wegrand
Beim schnellen Hinschauen sieht es im Wienerwald um diese Jahreszeit natürlich aus, als hätte sich über alles ein farbenfroher Teppich gelegt. Zwischen den verfärbten Blättern ist am Waldboden aber noch einiges mehr zu entdecken. Der Fliegenpilz zum Beispiel, von dem man aber bekanntlich besser die Finger lässt. Die wilde Minze wiederum kann man sehr gut weiterverwenden. Auch essbare Pilze, Nüsse und Kräuter haben jetzt Saison. Hin und wieder tun sich noch Brombeeren auf. Der Biosphärenpark bietet für alle, die botanisch ein bisschen was dazulernen wollen, Führungen mit Verkostungen an. Die Details findet man auf der Website www.bpww.at.
Feuersalamander
Wenn man tagsüber auf einen Feuersalamander trifft, ist klar, dass es am Vorabend geregnet hat. Eigentlich ist dieser zirka 25 Zentimeter große Schwanzlurch nämlich nachtaktiv. Nur an Regentagen und kurz danach lässt er sich auch tagsüber blicken. Die schwarz-gelbe Färbung des Feuersalamanders ist nicht nur hübsch, sondern auch eine Warnung: Auf seiner Haut und hinter den Ohren befinden sich Giftdrüsen. Für Erwachsene ist das Gift ungefährlich, doch wenn man mit Kleinkindern oder einem Hund unterwegs ist, sollte man besser Abstand halten.

Wissenswertes
Haselmaus
Der Name lässt natürlich etwas anderes vermuten, aber: Die Haselmaus ist gar keine Maus. Sie gehört zur Familie der Bilche, so wie es auch der Siebenschläfer tut. Und so wie den Siebenschläfer bekommt man auch die Haselmaus nur äußerst selten zu sehen – der kleine Nager ist nämlich nachtaktiv. Wer ihn sucht, muss nach ein paar Indizien Ausschau halten. Haselnüsse mit kreisrunden Nagespuren sind zum Beispiel ein ziemlich guter Hinweis darauf, dass eine Haselmaus in der Nähe ist. Um Daten über die Population der Haselmaus zu gewinnen, wurde das Projekt „Blick ins Dickicht“ ins Leben gerufen. Jeder kann dabei mitmachen und zum Beispiel angenagte Nüsse sammeln und einschicken. Alle Infos dazu: www. haselmaus.at
Siebenschläfer
Die grünen Kästchen, an denen man auf dem Weg zum Schöpfl oft vorbeigeht, sind Nestboxen. Von Mitte Oktober bis Anfang Mai schläft hier der Siebenschläfer. Ja, er schläft sieben Monate lang, und oft sogar länger! Und er schläft durch, ohne im Sommer Nahrung zu verstecken und hin und wieder daran zu naschen. Das hat Folgen: Über den Winter hinweg verliert er bis zur Hälfte seines Gewichtes. Das alles und auch sein Fortpflanzungsverhalten beobachtet die Veterinärmedizinische Universität Wien, die in Kooperation mit den Bundesforsten die Boxen aufstellte und damit Daten zum Siebenschläfer sammelt.
Reinanke auf scharfen Kirschen
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: Nudelteig:
2 kg Mehl, halbgriffig
10 Eier
1 Tl Sonnenblumenöl
2 Tl lauwarmes Wasser
1 Msp Salz

Fülle:
1 kg Bröseltopfen
1 kg mehlige Kartoffeln,
gekocht
2 Tl Kärntner Nudelminze
(alternativ: Wildminze)
1 Msp Salz

Butter für Butterschmalz

Zubereitung:Teig:
Aus den Eiern, dem halbgriffigen Mehl, Öl, Salz und lauwarmen Wasser einen seidigen Teig herstellen.
Etwa eine halbe Stunde zugedeckt rasten lassen.
Fein auswalken und mit den Bällchen füllen. Taschen formen und sorgfältig „grandeln“ oder ausstechen.

Fülle:
Den trockenen Bröseltopfen mit frisch gekochten mehligen Erdäpfeln im Verhältnis 1:1 mischen, salzen, die fein gehackte Minze dazugeben und herzhaft mit Salz abschmecken.
Die gefüllten Nudeln in „lächelndem Wasser“ (siedend) kochen, mit braunem Butterschmalz anrichten.


Foto: Wolfgang Voglhuber
Tipps fürs Umland
Arnulf Rainer Museum
In dem ehemaligen Frauenbad in Baden befindet sich seit 2009 das Arnulf Rainer Museum. Arnulf Rainer selbst wurde 1929 in Baden geboren und ist vor allem für seine Übermalungen bekannt, außerdem gilt er als Begründer des Informel in Österreich.
Neben den Ausstellungen finden auch immer wieder Führungen und Workshops für Kinder und Jugendliche statt.

Arnulf Rainer Museum
Josefsplatz 5
2500 Baden
Tel: +43 2252 2091 9611
www.arnulf-rainer-museum.at
Täglich von 10.00-17.00 Uhr geöffnet.

Meiselberghof
Eine Wanderung für Kinder interessant zu gestalten ist oft gar nicht so leicht. Am Erlebnisbauernhof Meiselberghof werden extra für Kinder Erlebniswanderungen mit Tieren angeboten.
Im Herbst und Winter geht es zum Beispiel mit dem Rentier durch den Wald. Am Hof selbst gibt es auch Emus und Alpakas sowie Kamele und Esel zu sehen.

Meiselberghof
2572 St. Corona am Schöpfl 107
Tel: +43 2673 8256
Mobil: +43 664 5926 82
www.members.aon.at/meiselberghof

Leopold-Figl-Observatorium
Auf dem Mitterschöpfl , gleich neben dem Schöpfl , befi ndet sich das zur Universität Wien gehörende Observatorium für Astrophysik. Die reine Luft, die geringe Lichtverschmutzung und klare, trockene Nächte machen diesen Ort für eine Sternwarte ideal. Für Besucher zugänglich ist sie leider nur einmal im Jahr.

Mitterschöpfl
2571 Altenmarkt an der Triesting
http://astro.univie.ac.at/foa/

WALD 14 – Wandern im Bluntautal, Salzburg
Das Bluntautal bei Golling ist eines der klassischen Naherholungsziele für Salzburger – und damit sind nicht nur die Städter gemeint.
Wir waren an einem der heißesten Tage des Jahres mit Mutter und Kind und Hund vor Ort. Und es war keinem auch nur eine Sekunde langweilig. Was in dieser Konstellation ein gutes Zeichen ist.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus über die A1 bis zum Knoten Salzburg. Dann über die A10 Tauernautobahn Richtung Villach, Abfahrt Golling und der Bundes-straße Richtung Bahnhof folgen – über die Salzach, nach der Brücke links in Richtung „Bluntautal“ einbiegen.
Mit dem Zug: Von Salzburg geht es per Zug, S-Bahn (Linie S3) oder mit dem Bus 170 in 40-50 Minuten nach Golling. Der Bahnhof und die Bushaltestelle „Golling-Abtenau Bahnhof“ liegen zentral. Von hier aus sind es gute zwei Kilometer bis zum Ausgangspunkt.
Wanderroute
Route: Start ist am Parkplatz vor dem Göllhof in Golling. Von hier aus gehen Familien mit kleinen Kindern in einer Dreiviertelstunde zu den beiden Bluntauseen – immer am klaren Wildbach Torrener Ache entlang. Samt Umrundung der Seen und ausgedehnter Picknickpause am Ufer dauert der Ausflug gute zwei Stunden. Mit dem Auto ist man in fünf Minuten wieder im Zentrum von Golling.
Hütten: Gleich am Startpunkt liegt der Landgasthof Göllhof. Im schattigen Gastgarten werden hungrige Wanderer hier mit Brettljausen und frischen Bachforellen aus der Region verwöhnt. Zwei weitere Einkehrmöglichkeiten sind der Bärenhof (eine Stunde Gehzeit) und das Stahl-Haus (Tagesbergtour).
Streckencharakteristik: Absolut familienfreundlich. Mit kleinen Kindern beträgt die Gehzeit ca. 1-2 Stunden. Der Forstweg entlang der Torrener Ache führt direkt zu den beiden Bluntauseen. Im Sommer sind hier neben Familien auch viele Radfahrer unterwegs. Das Bluntautal ist Naturschutzgebiet – das heißt: Hunde an die Leine.
Golling
Die Gemeinde Golling liegt inmitten des Salzachtals im Tennengau im Bezirk Hallein, 25 Kilometer südlich von Salzburg. Golling zählt rund 4.000 Einwohner und liegt auf einer Seehöhe von 476 Metern. Mitten im Ortszentrum, auch Markt genannt, thront auf einem Felssporn das Wahrzeichen der Gemeinde: die Burg – samt heimatkundlichem Museum. Berühmt ist die Region außerdem für ihre Käsereien, die tiefgrünen Bluntauseen und die großen Wasserfälle.
Bildergalerie
Stationen
Starpunkt: Göllhoff
Der Landgasthof Göllhof ist der ideale Startpunkt für Wanderungen durch das Bluntautal. Das Auto kann bequem am Parkplatz abgestellt werden. Wer nach der Wanderung Hunger hat, wird im schattigen Gastgarten mit Brettljause, frischem regionalen Fisch oder Pfandlgerichten gestärkt. Auch Schmankerl vom Grill werden serviert.
Vom Gasthof Göllhof geht’s beim Taleingang auf die für Autos gesperrte Forststraße. Der Weg schlängelt sich entlang der Torrener Ache mit ihrem glasklaren Wasser durch den Wald. Überall: Saiblinge, Regenbogen- und Bachforellen und Enten. Nach einer hölzernen Brücke führen kleine, ebene Waldpfade um die beiden türkis- bis tiefgrünen Bluntauseen. Die ehemaligen Schotterlöcher, die durch den Autobahnbau entstanden sind, haben sich mit Grundwasser gefüllt und sind bis zu 25 Meter tief.


Gollinger Wasserfälle
Kleine Waldwege führen eine gute halbe Stunde zum wohl größten Spektakel des Bluntautals: dem Gollinger Wasserfall. Kleine Holzstufen erleichtern den Anstieg bei steileren Abschnitten. Das beeindruckende Naturdenkmal befindet sich am Fuße des Hinteren Freiecks im westlichen Stadtteil Torren. Der Wasserfall entspringt einer Karstquelle der Schwarzbachfall-Höhle: In zwei Stufen donnern 15.000 Liter Quellwasser pro Sekunde 75 Meter in die Tiefe und sorgen im heißen Sommer für Erfrischung.

Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober Preise: Erwachsene € 2,50, Kinder € 1,50
Bärenhütte
Von den Bluntauseen dauert der Weg zur Bärenhütte noch einmal etwa eine halbe Stunde. Sie liegt mitten im Wald und ist ein idealer Startpunkt für Wanderer, die ausgedehntere Touren vorhaben. Zum Beispiel zu den Jochalmen oder zum Stahl-Haus. Für Kinder sind sie dann vielleicht nicht mehr ganz so geeignet, weil drei bis vier Stunden Gehzeit. Und nicht mehr ganz so eben.

+43 6244 6172
Wissenswertes
Minze
Büschelweise wächst die duftende Minze rund um die Bluntauseen. Sie ist nicht nur schön anzusehen, sie schmeckt auch gut. Durstige Wanderer verfeinern mit ein paar Blättern ihren Eistee oder ihr Trinkwasser beim Picknick am See. Im Bluntautal wächst die Minze nicht nur an der Seepromenade, sondern auch im umliegenden Wald und sogar am Gehweg.
Alpenbockkäfer
Er schimmert hellblau, hat lange Fühler und ist ein anspruchsvoller Laubwaldbewohner: Nur mit Glück entdeckt man am Weg einen der seltenen Alpenbockkäfer (Rosalia alpina). Mit seinen drei Zentimetern Körperlänge gehört er zu den größeren Bockkäfern. Er mag sonnenbestrahlte Bäume, am liebsten Buchen. Und die am liebsten, wenn sie bereits abgestorben sind. In Österreich kommt er in den Kalkalpen und deren Vorland vor, der Bestand geht jedoch überall zurück.
Reinanke auf scharfen Kirschen
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: 4 Filets von mittelgroßen Rheinanken
Salz
Pfeffer

350 g Kirschen
3 Knoblauchzehen, gehackt
120 g brauner Zucker
1 Chilischote, getrocknet oder
1 Chilischote, frisch, gehackt und mit Kernen
80 ml Apfelessig
1 EL Öl (Sonnenblumenöl)
Salz

Zubereitung: Für die Sauce:
Die Hälfte der Kirschen waschen, trocken tupfen, entsteinen. Die Knoblauchzehen fein hacken. Die getrockneten Chilischoten klein mörsern (oder zwischen den Fingern zerreiben) oder eine frische Chilischote waschen und mit den Kernen fein hacken.

Kirschen, Knoblauch, Zucker, Chili, Essig und Öl in einen Topf geben, umrühren und langsam zum Kochen bringen. Die Sauce zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen und dann mit dem Mixstab pürieren.

In die Sauce die restlichen Kirschen entsteint hineingeben und 5-6 Minuten köcheln lassen. Sie sollten auf jeden Fall noch knackig sein.

Die Filets würzen und nur hautseitig knusprig braten.

Anrichten:
Die Kirschen mit der Sauce in einer Ringform am Teller platzieren und die Filets mit der Hautseite nach oben darauf legen.

Genießen!


Foto: Wolfgang Voglhuber
Tipps fürs Umland
Burg Golling
Auf einem Felsen mitten im Zentrum der Gemeinde steht die mittelalterliche Burg Golling. Das Kunst & Musik Forum veranstaltet hier seit 14 Jahren die kleinen Festspiele im Innenhof. Außerdem beherbergt die Burg ein Museum, in dem natur- und kulturgeschichtliche Sammlungen aus der Region ausgestellt sind.

Burg Golling
Markt 1
5440 Golling
Tel: +43 6244 200 40-50
www.burg-golling.at

Erlebnisschlucht Salzachöfen
Dort, wo die Salzach die Nördlichen Kalkhochalpen zwischen Hagen- und Tennengebirge durchbricht, findet man die Salzachöfen, auch Salzachklamm genannt. Vom Pass Lueg sind es nur wenige Gehminuten bis zu der 80 Meter tiefen Schlucht. Besonders beliebt ist die Klamm wegen ihres Wildwassers bei Kanufahrern. Aber auch Wanderer können das Naturspektakel dank Treppensteig bewundern.

Geführte Touren: Donnerstag und Sonntag
Anmeldung: +43 6244 4356 oder office@golling.info

Wasserpark „Aqua Salza“
Ob Sauna, Massagen oder einfach nur planschen: Mitten in den Bergen bietet „Aqua Salza“ eine entspannende Wellnesslandschaft für die ganze Familie. Entspannung pur, umgeben von der traumhaften Kulisse der Salzburger Hausberge.
Geöffnet: Täglich ab 10 Uhr

Möslstraße 199
5440 Golling
Tel: +43 6244 20040-0
www.aqua-salza.at

WALD 13 – Wandern in Brandenberg, Tirol
Über die Erzherzog-Johann-Klause in Brandenberg/Tirol haben viele Jahrzehnte lang die Holzfäller ihre Ernte ins Inntal geschafft. Mittlerweile kommen zwar keine Bäume mehr die Brandenberger Ache herunter, dafür kann man hier umso besser in Ruhe wandern.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien über die A1 Richtung Linz/Salzburg. Bei Salzburg über den Grenzübergang Walserberg. Weiter auf der A8 über das Deutsche Eck. Beim Autobahnkreuz 101 rechts halten undin Richtung Innsbruck/Kufstein weiterfahren. Ab der österreichischen Grenze geht es dann auf der A12 weiter bis zur Ausfahrt Kramsach. Von dort aus auf der Kramsacher Landstraße Richtung Kramsach/Brandenberg weiterfahren. Nach knapp 300 Metern beim Kreisverkehr die erste Ausfahrt Richtung Brandenberg nehmen, danach immer geradeaus bis Aschau.
Mit den Öffis: Von Wien Westbahnhof mit dem Zug bis Wörgl Hauptbahnhof. Dort umsteigen in die Schnellbahn Linie 1 bis Rattenberg-Kramsach. Ab der Station Rattenberg-Kramsach ist es ein Fußweg von 300 Metern bis zur Busstation Radfeld Hauptschule. Der Bus 4070 fährt bis Aschau und hält in der
Wanderroute
Ausgangspunkt: Vom Kaiserhaus geht es Richtung Norden zur 300 Meter entfernten Kaiserklamm. Die ist gut gesichert und auch für Ungeübte ein ruhiger Spaziergang.
Streckencharakteristik: Die Kaiserklamm ist zwar nur einen Kilometer lang, aber mit ihren Brücken und Steintunneln interessant zu durchwandern. Die Wanderung zur Zöttbachalm (auf 840 Höhenmeter) sowie zur Brandalm (auf 870 Höhenmeter) führt
Schwierigkeitsgrad: Eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung. Weder in der Klamm noch um auf die Brandalm zu kommen muss man ein geübter Wanderer sein. Knapp dreieinhalb Stunden sollte man für die Route einplanen, wenn man sich ausgiebig Zeit für Pausen und um die Ausblicke zu bewundern nehmen möchte.
Rast: Unbedingt eine eigene Jause einpacken! Auf der Strecke verteilt sind viele schöne Plätze zum Rasten, aber keiner zum Einkehren.

Brandenberg
In fünf Ortschaften ist die 1.545 Einwohner große Gemeinde Brandenberg unterteilt. Aschau ist eine davon. Brandenberg selbst wurde 1140 erstmals urkundlich erwähnt. Weitere Infos bietet das Informationsbüro Brandenberg, +43(0)5337/21200 80
Fakten
Die Brandenberger Alpen erstrecken sich von den Bayerischen Voralpen bis zum Achensee und gehören zu den Nördlichen Kalkalpen. Brandenberg ist das Zentrum des Gebiets im Hochtal der Brandenberger Ache.
Bildergalerie
Stationen
Das Kaiserhaus:
Das 500 Jahre alte Forsthaus liegt direkt an der Brandenberger Ache, nicht weit vom Einstieg in die Klamm entfernt. Schon Kaiser Franz Joseph und Sisi haben hier genächtigt. Der Kaiser schätzte die Gegend als Jagdrevier. Damals wie heute findet man im Kaiserhaus neben historischen Zimmern vor allem Ruhe. Und dann gibt es noch eine Besonderheit im Kaiserhaus: die Brandenberger Prügeltorte, ein traditionelles Festgebäck aus der Region. All jene, die genauer wissen wollen, wie man diese Spezialität bäckt, können das beim wöchentlichen Schaubacken herausfinden.
Infos auf der Website.
Gasthaus Kaiserhaus, Aschau 81, 6234 Brandenberg
Tel: +43(0)5331/5271, www.kaiserhaus.eu
Geöffnet ab April Montag bis Freitag 9-18 Uhr, Samstag und Sonntag
9-19 Uhr
Natur Erlebnis Schule:
Zwischen Kaiserhaus und Kaiserklamm liegt die Natur Erlebnis Schule. Hier sollte man als naturaffiner Mensch voll auf seine Kosten kommen. Die Betreiber organisieren Naturerlebniskurse­ und verschiedenste Outdooraktivitäten. Das Angebot reicht von Survival-Wochenenden und Jugendcamps bis zu Trommelworkshops und der keltischen Schwitzhütte.
Natur Erlebnis Schule Tirol, Aschau 81b, 6234 Brandenberg
Tel: +43(0)664/5201196, www.naturschule-tirol.at
Wissenswertes
Der Auerhahn
Oberhalb der Brandalm stehen die Chancen, Auerhähne zu sehen, besonders gut. Während seiner Balz von April bis Mai beginnt der Auerhahn seinen Tag mit einem Ständchen. Schon am Abend davor bringt er sich auf seinem Balzbaum in Position, um in der Morgendämmerung loslegen zu können. Auffallend ist neben dem eigentümlich klackenden Klang seines Gesangs seine Haltung mit auf gestelltem, gefächertem Schwanz und gestrecktem Hals. Später am Morgen macht der Auerhahn am Boden zwischen anderen Hähnen und den begehrten Hennen weiter. Der stärkste Hahn besetzt die Mitte der Arena und hat dadurch auch die besten Chancen, eine Partnerin zu finden. Knapp 30 Tage nach der Balz schlüpfen die Küken.
Steine mit Geheimnis
Steine können ein Stück Naturgeschichte erzählen, man muss sie nur entziffern. Im Ellbach befindet sich unter anderem Geschiebe aus den fast 50 Kilometer entfernten Zillertaler Alpen. Bricht man diese Sand- und Kalksteine auseinander, kann man mit ein wenig Glück bis zu 120 Millionen Jahre alte fossile Actaeonellen und Nerineen, das sind Schneckenarten aus der Kreidezeit, bestaunen.
Blunzngröstl mit sauren Rüben
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: Fürs Gröstl: 160 g Blunze; 4 EL speckige erdäpfel, feinwürfelig geschnitten; 2 EL fein gehackte Zwiebel; 2 EL säuerlicher Apfel, grob gerieben; 1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt; Butterschmalz; Salz; Pfeffer; Majoran
Für die Rüben: 160 g saure Rüben der Genussregion; 2 EL Gemüsefond; gehackte Petersilie

Zubereitung: Gröstl: In einer Pfanne mit schwerem Boden das Schmalz erhitzen, die Zwiebel anrösten, die Blunze und den Knoblauch dazugeben und vorsichtig weiterrösten. Abschmecken, erst kurz vor dem Servieren die frischen Äpfel unterheben.
Rüben: Den Gemüsefond mit abgetropften Rüben erhitzen, abschmecken, zum Gröstl servieren.

Tipps fürs Umland
Museumsfriedhof Kramsach
Für dieses sympathisch morbide Freilichtmuseum haben die Mitglieder des Betreibervereins Grabdenkmäler und Marterl aus Nordtirol, Südtirol, Salzburg und Bayern zusammengetragen. Auf den kunstvoll gefertigten Ausstellungsstücken gibt es mitunter launige Grabinschriften zu lesen: „Hier schweigt Johanna Vogelsang – sie zwitscherte ihr Leben lang.“
Hagau 82, 6233 Kramsach
www.museumsfriedhof.info

Outdoorcenter Kramsach
Wer da weitermachen will, wo er mit dem Flying Fox an der Brandenberger Ache aufgehört hat, ist hier genau richtig. Im Hochseilgarten etwa können Mutige in schwindelerregenden Höhen Hängebrücken passieren, Seile entlangbalancieren und sich von einem hängenden Reifen zum nächsten schwingen. Dann gibt es noch das Flying Chicken, eine 150 Meter lange und steile Seilrutsche durch eine Waldschneise.
Claudiaplatz 9, 6233 Kramsach
www.outdoorcenter-kramsach.com

Rattenberg am Inn
Direkt am Inn liegt Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs. Der malerische Ort ist gerade einmal 0,11 Quadratkilometer groß und hat 422 Einwohner. Das ist gerade groß genug für eine schöne Altstadt im typischen Inn-Salzach-Stil mit gemütlicher Fußgängerzone. Bei Schlechtwetter ist auch das Augustinerkloster aus dem 14. Jahrhundert mit angeschlossenem Klostermuseum einen Besuch wert.
6240 Rattenberg
www.rattenberg.at
www.augustinermuseum.at

WALD 12 – Eislaufen am Weißensee
Viele glauben ja, dass so ein See nur eine Sache für den Sommer ist. In manchen Gegenden Österreichs mag das auch stimmen, nicht aber für den Weißensee. Der wird im Winter zu einer Rieseneislaufarena, unter der die vielen Fische faulenzen können. Unser Wanderteam zog es aber auch auf die Berge ringsum – um runterzurodeln.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien kommend vorbei an Klagen­furt und Villach bis zur Ausfahrt Hermagor. Auf der Bundesstraße B 111 fährt man bis Hermagor und biegt im Ort rechts auf die B 87 ab. Nach knapp 18 Kilometern noch einmal rechts auf die Landstraße L 7 abbiegen. Diese führt direkt zum Weißensee.
Mit dem Zug: Mit dem Zug bis nach Spittal an der Drau, dann mit den Anschlusszügen Richtung Lienz zum Bahnhof Greifenburg/Weißensee. Vom Bahnhof in Greifenburg fahren regelmäßig Busse zum Weißensee (12 km).
Wanderroute
Ausgangspunkt: Vom Skilift in Techendorf geht es mit den Schneeschuhen den Berg hinauf auf den Naggler Nock zur Naggler Alm. Von dort aus führt eine Rodelstrecke bis ins Tal.
Streckencharakteristik: Gesamtstreckenlänge: Bis zur Naggler Alm auf 1.324 Höhenmetern geht man zirka eine Stunde. Die Abfahrt mit der Rodel dauert 15 Minuten.
Schwierigkeitsgrad: Die Wanderung ist auch ohne große Bergsteigerkenntnisse leicht zu bewältigen. Der Waldweg ist präpariert – das macht den Aufstieg fast zum Spaziergang.
Raststationen: Die Naggler Alm ist eine Raststation im Familienskigebiet Weißensee. Auf der Karte stehen Gerichte aus regionalen Bioprodukten. Vom Gschnas bis zum Musik­abend bietet Hüttenwirtin Almut ihren Gästen ein vielfältiges Rahmenprogramm.
www.naggleralmut.at

Techendorf
Die Siedlung mit ihren knapp 170 Einwohnern ist der Hauptort der Gemeinde Weißensee. Geprägt wird Techendorf durch die erstmals 1348 urkundlich erwähnte Brücke über den See. Weitere Infos bietet das Tourismusbüro unter +43 (0) 4713/2220-0 und www.weissensee.com.
Fakten
Der von den Bundesforsten betreute Weißensee liegt nördlich von Hermagor am Fuß der Gailtaler Alpen. Nur ein Drittel des Seeufers ist verbaut, der Rest steht unter Naturschutz. Urlauber lockt die Ruhe des Tals ebenso wie der Fischreichtum, für den der See seit dem Mittelalter bekannt ist. Im Winter wird der Weißensee zur größten präparierten Natureisfläche der Welt. Das verdankt er nicht nur seiner Lage auf 930 Metern Seehöhe, sondern auch der Fürsorge der Weißenseer. Ein eigenes Eisteam kümmert sich um ideale Bedingungen für Eisläufer.
Bildergalerie
Stationen
Rodelverleih:
Das Hinaufwandern fällt manchmal ja schwer und kann sich in die Länge ziehen. Das Gute dran: Je länger man durchhält, desto ­lohnen­der wird dann die Schlittenfahrt. Ab sechs Euro am Tag kann man sich am Weißensee eine Rodel leihen. Zum Beispiel bei: Intersport Alpensport Techendorf. Techendorf 15, 9762 Weißensee, Tel: +43 (0) 4713/25943
Naggler Alm:
1.320 Meter Seehöhe sorgen für alpine Gefühle. Dennoch ist die Naggler Alm zu Fuß vom Weißensee in nur einer Stunde erreichbar und im Sommer auch als Ziel für Mountainbiker geeignet. Wer es ganz gemütlich angehen möchte, lässt sich mit dem Sessellift nach oben bringen. Auf der Hütte selbst kann man zwar nicht übernachten, sich dafür aber hausgemachte Gerichte aus Bio- und Fairtrade-Zutaten schmecken lassen. Geöffnet ist von Dezember bis März und von Mai bis Oktober.
Wissenswertes
Tannenzweige
Es gibt da diesen Tick: Manche Menschen können gar nicht anders, als immer ein Stückchen Zweig abzureißen, wenn sie bei Bäumen vorbeigehen. Sie reiben es in der Hand und führen diese dann zur Nase. Das sieht vielleicht komisch aus, führt aber zu einer Art Geheimwissen: Wenn man zum Beispiel Tannennadeln zerreibt, denkt man sofort an Weihnachten. Geht gar nicht anders. Auch Mandarinennoten sind in ihrem Duft enthalten.
Unter Wasser
Was machen die Fische des Weißensees im Winter? Sie rutschen einfach ein bisschen weiter Richtung Grund. Süßwasser gefriert zwar schon ab null Grad, aber selten tiefer als einen Meter. Das Wasser ist tiefer unten also wesentlich wärmer. Während an der Oberfläche Eisläufer ihre Runden drehen, kann es am Grund des Weißensees Temperaturen bis zu vier Grad Celsius haben. Die meisten Fische bleiben zwar den Winter über wach, reduzieren aber ihren Stoffwechsel. Eine Ausnahme ist die Schleie, die sich bis zum Frühling im Boden vergräbt.
Gurktaler Grantnschleck
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: 240 g Cremetopfen, 4 EL eingelegte Preiselbeeren, 1 EL Honig, 1 Msp Vanillezucker, 2 cl Apfelschnaps

Zubereitung: Alle Zutaten gut vermengen und etwa drei Stunden kühl stellen. Nockerl formen und mit Pfannkuchen, Palatschinken oder Brandteigkrapferl genießen.

Tipps fürs Umland
Fischen im Weißensee
Die vielen Fischarten im Weißensee machen ihn besonders für Angler attraktiv. Die Fischereikarte gilt für den ganzen See. In der ersten Märzwoche 2014 haben Angler erstmalig auch die Möglichkeit, sich am Eislochfischen zu versuchen.
Fischereikarten sind erhältlich bei:
Weissensee Information, Techendorf 78, Tel: +43 (0) 4713/2220-0
Hotel Gasthof Weissensee, Gatschach 3, Tel: +43 (0) 4713/2214
Gasthof Dolomitenblick, Weissensee-Ostufer, Tel: +43 (0) 4761/390

Edelgreißler Ertl
Etwa 15 Kilometer südwestlich des Weißensees, in Kötschach-Mauthen, würde man wahrscheinlich vieles vermuten, aber nicht ein hervorragendes Feinkostgeschäft. Die Greißlerei von Herwig Ertl zieht Gourmets aus aller Welt an. Viele der Sepzialitäten aus dem Alpe-Adria-Raum können vor Ort verkostet werden. Für Gruppen bietet Herwig Ertl außerdem kulinarische Wanderungen durch „das köstlichste Eck Kärntens“ an.
Edelgreißler Herwig Ertl, Hauptplatz 19, 9640 Kötschach-Mauthen, Tel: +43 (0) 4715/246

Waldglashüttendorf Tscherniheim
Wenige Kilometer südöstlich des Weißensees stand bis vor 140 Jahren Kärntens älteste Glasschmiede. Abgeschieden im Wald arbeiteten und lebten dort zur Blütezeit der Glasproduktion an die 120 Menschen. Heute stehen von den über 40 Häusern der Siedlung nur noch die Kapelle und vereinzelte Mauerreste. Vom Parkplatz in Weißenbach in der Nähe des Ostufers des Weißensees führt ein Weg zum verlassenen Dorf. Entlang der Strecke bieten Infotafeln einen Einblick in das Leben und Arbeiten der Glasbläser.
www.weissensse.com

WALD 11 – Wandern rund um den Traunsee
Das WALD-Wanderteam zog es dieses Mal an den Traunsee. Und auf den Traunstein. Und auch noch um den Traunstein herum. Ohne Furcht und Tadel haben wir das Salzkammergut per Kajak und Sportklettersteig erkundet. Eines der schönsten Moore Österreichs war da fast nur noch die Draufgabe. Aber was für eine.
Anfahrt
Mit dem Auto: Vom Westen Wiens aus über die A1 (Ausfahrt Richtung Laakirchen West), weiter über die B144, der Gmundner Bundesstraße folgend bis zum Rathausplatz Gmunden.
Mit dem Zug:Ab Wien, Linz und Salzburg fahren ÖBB und Westbahn bis nach Attnang-Puchheim. Von dort kommt man mit dem Regionalzug oder mit dem Bus nach Gmunden. Vom Bahnhof fährt die Straßenbahn zum Rathausplatz.
Wanderroute
Nach einer 20-minütigen Fahrt mit dem Schiff oder Shuttlebus bis zum Fuß des Grünbergs beginnt die Wandertour. Durch den Gschlief­graben über die Hohe Scharte umrundet man den Traunstein in drei bis vier Stunden. Das Ziel: die Leinaustiege am Seeufer. Dort warten Kajaks und ein Klettergarten auf uns. Der Miesweg führt dann in wenigen Minuten zu den Bus- und Boothaltestellen, um nach Gmunden zurückzukommen.
Gmunden
Die Stadt Gmunden liegt am nördlichen Ufer des Traunsees im oberösterreichischen Salzkammergut. Schon im 11. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem Handelsplatz für das „weiße Gold“. Der einstige Reichtum ist immer noch sichtbar. Bekannt ist die Stadt mit den rund 13.000 Einwohnern auch für die Gmundner Keramik. Seit die Fernsehserie „Schlosshotel Orth“ hier spielt, zieht der Ort noch mehr Touristen an, die sich das Seeschloss am westlichen Traunseeufer ansehen wollen. Das ist zwar schön, aber kein Hotel. Das tatsächliche Seehotel liegt am anderen Ufer.
Fakten
Der Traunstein überragt mit 1.691 Höhenmetern die umliegende Voralpenschaft und gilt als Wächter des Salzkammerguts. Rund um den mächtigen Kalkklotz profitieren sowohl Flora als auch Fauna von der letzten Eiszeit. Denn wo sich vor 20.000 Jahren noch ein Gletscher befand, bietet der Traunstein heute ein bedeutendes Hochmoor. Mit ein wenig Glück kann man im seichten Gewässer des Laudachsees sogar auf versteinerte Muscheln stoßen. Vom nahe gelegenen Gschliefgraben, einer international bekannten Fundstelle für Fossilien, ziehen sich die Gesteinsschichten nämlich bis in den See. Den Grundstock des 3.430 Hektar großen Wirtschafts- und Schutzwaldes bildet neben Fichten und Eschen der Bergahorn. Dazwischen tummelt sich in dem Naturschutzgebiet jede Menge Rotwild und Gämsen. Am Nordfuß des Gmundner Hausberges erstreckt sich ein bekannter Tourismusmagnet: der Grünberg. Im Osten durch die Hohe Scharte vom Katzenstein getrennt, verliert sich der Traunstein südseitig ins Lainautal.
Bildergalerie
Stationen
Schifffahrt am Traunsee:
Man erkennt sie von weitem, die „Schlafende Griechin“. Dem Erlakogel mit seiner Silhouette eines Frauengesichts schippern wir über den 191 Meter tiefen Traunsee entgegen. Zwanzig Minuten später legt man vor dem Gasthaus Hois’n am Fuße des Grünbergs an. Wer Bootsfahrten zu aufregend findet, kann auch mit dem stündlich fahrenden Bus von Gmunden aus zum Grünberg fahren (Linien 5 und 6). Jetzt geht es allerdings zu Fuß weiter. Die Seilbahn, die auf den Grünberg führt, wird erst 2014 wiedereröffnet.
Gschliefgraben:
Heute ein idyllischer Wanderweg, bot die Ahornleitenstraße vor rund fünf Jahren keine schöne Aussicht. Massive Gesteinsrutschungen im Umfang von vier Millionen Kubikmeter Geröll verwüsteten den danebenliegenden Gschliefgraben. Um ein abermaliges Abrutschen der Häuser in den Traunsee zu verhindern­, ­folgten Evakuierungen und der Bau meterdicker Drainagen. Heute wandert man zwischen sprießendem Bergahorn, dem die Wanderstraße auch ihren Namen verdankt.
Wissenswertes
Das Moor
Südlich des Laudachsees ist nicht nur die Aussicht überwältigend, hier befindet sich auch eines der bedeutendsten Hochmoore Österreichs. Der frühere Eiszeitgletscher begünstigte die Entwicklung der großteils artengeschützten Flora und Fauna. Moorbirken und Latschen (auch als Krüppelkiefern bekannt) sprießen auf dem torfreichen Moorboden. Moore speichern übrigens mehr Kohlenstoff als jedes andere Ökosystem der Welt. Allerdings kann man das Hochmoor nur aus der Ferne betrachten, betreten darf man es jedenfalls nicht.
Der Sonnentor
Der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist an die Nährstoffarmut von Hochmooren angepasst. Als einer der Fleischfresser unter den Pflanzen deckt er seinen Stickstoffbedarf mittels einer besonders hinterhältigen Methode: Er lockt seine Beute mit Nektar an, der wie Tautropfen aussieht, und die Insekten bleiben daran kleben. Die Falle wird bis zu acht Zentimeter groß. Früher von Mönchen als Heilpflanze genutzt, gilt der Sonnentau heute als gefährdet.
Kaninchenfilet in Salbeibutter auf Rollgerstenrisotto mit Kärntner Hauswürsteln
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: 4 Kaninchenfilets, fein zugeputzt, 1 Bund frischer Salbei, Salz & Pfeffer, Butter zum Braten, 4 EL feine Rollgerste, 1 EL würfelig geschnittenes Hartwürstel, 2 EL gehackte ­Zwiebel, 1 EL geriebener Hartkäse, etwas Olivenöl, Weißwein zum Ablöschen, 1/2 l Gemüsebrühe

Zubereitung: Die Filets von allen Häutchen befreien und mit Salz und wenig Pfeffer würzen. In einer Pfanne die Butter schaumig erhitzen, die Filets mit dem frischen Salbei einlegen und rundum braun braten. Beiseite stellen.

Das Risotto: Einen Topf gut erhitzen, das Öl eingießen, Zwiebel, Würstel und Rollgerste anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und beständig rühren. Die Gemüsebrühe nach und nach zugeben und zu einer samtigen Konsistenz einkochen. Es darf nie zu viel Flüssigkeit zu sehen sein. Wenn die Rollgerste durch, aber noch bissfest ist, mit Käse abbinden. Anrichten und die fingerdick geschnittenen Filets darauf legen. Mit Bratbutter überziehen.

Tipps fürs Umland
Gasselhöhle
Sollte sich das Wetter am Wandertag nicht von seiner besten Seite zeigen, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich in eine Höhle zu verkriechen. Die wahrscheinlich tropfsteinreichste Höhle der Nördlichen Kalkalpen auf der anderen Seite des Traunsees lädt mit 5.000 Metern Länge und 150 Metern Tiefe zum Echotest ein. Konstante sechs Grad zu jeder Jahreszeit erfordern warme Kleidung bei der Besichtigung.
Geöffnet Anfang Mai bis Mitte September
Steinkogelstraße 25, 4802 Ebensee

Gmundner Keramik
Während einer Führung durch die größte Keramikmanufaktur Mitteleuropas begleitet man Künstler­ und Keramikmeister beim Entstehungsprozess eines Kultobjekts der österreichischen Tischkultur: der Gmundner Keramik. Sollte man auch zu jenen rund vier Millionen Österreichern gehören, die das grüngeflammte Design in ihren Küchenschränken beherbergen, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.
Keramikstraße 24, 4810 Gmunden, Tel. +43 76 12 78 6-0, office@gmundner.at, www.gmundner.at

WALD 10 – Wandern im Tiroler Oberland
Zum ersten Mal hat sich das WALD-Wanderteam auf eine zweitägige Tour gewagt. Das war nicht nur eine gute Idee für Sportler – sondern auch für Naturfreunde. Und für alle, die gerne Käse mögen. Aber das ist eine andere Geschichte. Fast.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien kommend über die A1 und die A12 bis nach Imst (Autobahnausfahrt Imst/Pitztal). Direkt aus dem Imster Ortszentrum geht die Landesstraße L246 aufs Hahntennjoch.
Mit dem Zug: Ab Wien, Linz und Salzburg fährt man mit der Westbahn direkt bis nach Imst/Pitztal. Ab Imst Terminal Post führt der Almenbus Nr. 4266 bis zum Hahntennjoch hinauf.
Wanderroute
Vom Parkplatz am Hahntennjoch benötigt man knapp 1 1/2 Stunden bis zur Anhalter Hütte. Hier kann man – so wie wir – übernachten. Über die Tarrentonalm und Sinnesbrunn geht es zum Endpunkt unserer Wanderung, nach Tarrenz. Für die Rückkehr nach Imst empfiehlt sich der Bus 4206. Er fährt von der Station „Tarrenz Ort“ mehrmals täglich bis Imst.
Die passende Wanderkarte ist etwa die Freytag & Berndt Wanderkarte 352.
Imst
Die Gemeinde Imst liegt auf rund 800 Meter Seehöhe am Fuß der Lechtaler Alpen. Sie wurde 763 erstmals erwähnt, zählt heute knapp 10.000 Einwohner und ist auch die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks.
Bekannt wurde Imst bereits sehr früh: Vom 15. bis weit ins 17. Jahrhundert war es ein wichtiges Bergbaugebiet. Trotzdem ist Imst eher für die landschaftlichen Schönheiten als für die historischen Bauten bekannt. Erwähnenswert ist aber in jedem Fall die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Sie besitzt mit 84 Metern den höchsten Kirchturm Tirols.
Fakten
Die Lechtaler Alpen gehören zu den nördlichen Kalkalpen und sind einer der wenigen -Tiroler Gebirgszüge, die für den Wintertourismus kaum erschlossen sind. Das macht sie für den Sommerurlaub besonders interessant, sie gelten nämlich als äußerst ursprünglich, fast unberührt. In den Lechtaler Alpen liegen die höchsten Gipfel der Nördlichen Kalkalpen, mit der Parseierspitze sogar ein 3.000er. Hier gibt es nicht nur eine ausgeprägte Flora und Fauna, jede Menge Rotwild und Gämsen, sondern auch eine sehr seltene Alpenflora. Sogar Zirben – ansonsten auf Kalkböden sehr selten – fühlen sich hier wohl. Das Rückgrat der Lechtaler Alpen bildet die sogenannte Heiterwand: Sie gilt als die längste geschlossene Wand der Nördlichen Kalkalpen. Über sieben Kilometer ist sie lang.
Bildergalerie
Stationen
Der Biker-Pass Hahntennjoch:
1.894 Meter liegt das Hahntennjoch über dem Meeresspiegel und gerade Radfahrer, die sich durchaus sportlich im Frühjahr und Sommer über den Gebirgspass kämpfen, können bestätigen, dass das wirklich hoch ist. Vom Osten ist das Joch übrigens schwerer zu befahren, weil der Weg erstens länger (knapp 14 Kilometer) und zweitens steiler (durchschnittlich 7,7 Prozent) ist. Die spektakuläre Bergstraße, die das Inntal mit dem Außerfern verbindet, ist übrigens erst seit 1969 eröffnet und damit einer der jüngsten Alpenpässe Österreichs. Uns ist die Straße aber ziemlich egal. Wir starten von hier aus ins Gebirge. Ohne Straße.
Margareta – Eine seltene Heilige:
Die heilige Barbara? Sehen Wanderer oft – schließlich ist sie die Schutzheilige der Bergleute und Knappen, ihre Bildnisse sind daher gerade in alten Bergbaurevieren wie dem Tiroler Lechtal sehr verbreitet. Gleich nach dem Hahntennjoch stoßen wir aber auf das Bild einer anderen Figur, der heiligen Margareta. Sie ist die Schutzpatronin der Bauern und als solche gerade in Tirol durchaus verbreitet. Gleich 22 Kirchen sind in Tirol unter ihrer Patronanz, die erste davon ist im Jahr 818 bereits urkundlich erwähnt. Aber an dieser Stelle, 2.000 Meter über dem Meer? Bauern und Bauernhöfe gibt es hier oben nicht. Aber andere bäuerliche Strukturen – und auf sie werden wir im Lauf dieser Wanderung noch stoßen.
Wissenswertes
Der Alpen-Salamander
Zugegeben: Mit seiner lackschwarzen Haut sieht er ein bisschen unwirklich aus, und dann ist er mit gerade einmal 15 Zentimetern auch nicht besonders groß. Aber das liegt alles an den wirklich extremen Lebensbedingungen, denen sich der Alpensalamander perfekt angepasst hat. Dazu gehört unter anderem, dass er anders als seine Artgenossen seine Jungen nicht im Wasser ablaicht, sondern lebend zur Welt bringt. Die Schwangerschaft bei Alpensalamandern dauert übrigens bis zu drei Jahre. Ebenso angepasst ist seine Farbe. Mit seiner rein schwarzen Haut folgt er keinem Modetrend. Sie hilft ihm, die Sonnenstrahlen besser zu absorbieren – auch die sind im Gebirge eher selten.
Der graue Alpendrost
Genau wie der Alpensalamander hat sich auch der Graue Alpendrost einen Lebensraum weit oben ausgesucht. Zwischen 1.000 und 2.000 Höhenmetern trifft man die Staude in den Alpen normalerweise an. Wenn man im Juli und August wandert, sieht man sogar die schönen rosa Blüten. Aber aufgepasst, der Graue Alpendrost ist giftig!
Pochierte Roulade vom Kaninchen, geschmolzene Chili Tomaten, Kresse & Gänseblümchen
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: 1 Kaninchenrücken, mit viel Sorgfalt ausgelöst; 1 Bd Basilikum; 1 Bd Portulak; 20 kleine, feste Kirschtomaten; Salz; Zucker; Jalapeno Sauce; Chili Pulver; Kresse; Gänseblümchen

Zubereitung: Kaninchenrücken sehr genau auslösen, mit dem Filet, den Nieren und der Leber füllen, mit Basilikum bestreuen, würzen und in der Folie einrollen. Mit Spagat binden und im Dampf garen (1 kg = 40 min). Auskühlen lassen.
Die Kirschtomaten großzügig vom Strunk befreien und in eine bebutterte feuerfeste Form geben. Die „Mulde“ mit Salz, Zucker, der Chili Soße und dem Chili bestreuen. Im Ofen bei 82° ca 4 -5 Stunden trocknen.
Anrichten:
Das Carpaccio in feine Scheiben schneiden und in der Tellermitte auflegen. Mit den Tomaten umgeben, Kresse und die Blüten dekorativ anrichten. Mit Olivenöl (Basilikumöl) überziehen, eventuell mit Balsamessig verfeinern.

Tipps fürs Umland
Der Alpine Coaster Diese Sommerrodelbahn ist nichts für schwache Nerven. Über dreieinhalb Kilometer schlängelt sich die Strecke von der Mittelstation der Imster Bergbahnen bis ins Tal. Damit gilt die Strecke als längste Rodelbahn der Welt. Steilkurven, Wellen und Strecken bis zu sechs Meter über dem Boden inklusive. Geöffnet von März bis Oktober.
Imster Bergbahnen,
Hoch-Imst 19,
6460 Imst
Tel. +43 5412 66322

Rosengartenschlucht Imst Im Zentrum der Stadt Imst liegt der Eingang zur Rosengartenschlucht. Eineinhalb Kilometer lang gräbt sich hier der Schinderbach durch das Gestein. Von der Blauen Grotte bis hinunter zur Johanneskirche. Die Flora und Fauna ist einzigartig – das feucht-kühle Klima in der Schlucht lässt Farne und Moose sprießen und lockt auch die alpine Fauna an. Für Geologie-Interessierte spiegeln sich hier, im Gestein, Jahrmillionen der Erdgeschichte wider.
Geöffnet von Mitte Mai bis Ende Oktober
TVB Imst-Gurgltal,
Johannesplatz 4,
A-6460 Imst

Knappenwelt: Vor mehr als 500 Jahren brachte der Bergbau Wohlstand in das von Imst abgehende Gurgltal. Die Arbeit in den Minen und das Leben der Knappen waren hart. Wie der Alltag der Knappen in den mittelalterlichen Bergbaugebieten aussah, kann man in der Knappenwelt in Tarrenz erkunden.
6464 Tarrenz
Tel. +43 5412 63023
office@knappenwelt.at
www.knappenwelt.at

WALD 9 – Kajak fahren in Wildalpen
Dort, wo die Steiermark an Nieder- und Ober­österreich grenzt, liegt der sehr idyllische Ort Wildalpen. Wir waren dort wandern, wir waren dort Kajak fahren, und ja, wir sind ziemlich an unsere Grenzen gegangen. Aber dazu später.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus bis zur Westautobahnabfahrt Ybbs. Dann über die B25 weiter Richtung Wieselburg, Gaming, Lunz am See. Durch Göstling hindurch und vorbei am Hochkar. Anschließend in Richtung Palfau. Vor Palfau ins Salzatal rechts abbiegen Richtung Wildalpen.
Mit dem Zug: Von Wien, Graz und Salzburg aus mit dem Zug bis Hieflau. Von dort aus mit dem Bus bis Wildalpen.
Wanderroute
Erster Stopp ist der Kanuverleih. Mit Kanu und Neoprenanzug ausgerüstet, wird man vom Kanulehrer zum Einstieg in die Salza am Campingplatz in Wildalpen chauffiert. Von hier aus geht es die Salza entlang über Fachwerk bis zur Wasserlochschenke. Dort tauschen wir die Kajaks gegen Wanderschuhe. Weiter geht es über den Wasserfallweg hinauf zum Wasserloch und über den Jagerriedelsteig wieder zurück.
Streckencharakteristik: Geübte Kanufahrer haben hier kein Problem. Für alle anderen gilt: Nicht ohne Guide ins Boot steigen. Hat man es bis zur Wasserlochschenke geschafft, geht es zu Fuß weiter. Die Klamm ist gut erschlossen, festes Schuhwerk ist aber auf alle Fälle notwendig. Knapp 2,5 Stunden sollte man für die Klammwanderung einplanen.
Jausenstation: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um sich zwischendurch zu stärken. An jener Stelle, an der man aus dem Wasser steigt, gibt es etwa die Wasserlochschenke. Man kann hier aber auch erst später einkehren – die Wanderung ist ein Rundweg. Für diejenigen, die sich ihre Jause lieber selber mitnehmen, findet sich am oberen Ende der Klamm eine kleine Hütte mit Sitzmöglichkeiten. Es gibt auch einige Bänke entlang des Wasserfallweges. Hier kann man bei der Jause den Blick auf die Wasserfälle genießen
Wildalpen
Die Gemeinde Wildalpen liegt am nördlichen Hochschwab, direkt an der Salza. Normalerweise leben hier rund 600 Menschen – im Sommer und an schönen Frühlingstagen geht es aber vor allem am Wasser ziemlich turbulent zu. Bekannt ist sie vor allem als Quellgebiet der zweiten Wiener Hochquellwasserleitung, die 1910 eröffnet wurde.
Fakten
Der Naturpark Eisenwurzen wurde 1996 gegründet und 2002 unter UNESCO-Schutz gestellt. Heute umfasst er neben den Gemeinden Palfau und Wildalpen auch die Gemeinden Altenmarkt, Weißenbach, St. Gallen, Landl und Gams. Auf einer Fläche von 58.600 Hektar werden Lebensräume, Tiere und Pflanzen erhalten, die Kulturlandschaft geschützt und für Besucher zugänglich gemacht. Beeindruckend: die große Anzahl der hier vorkommenden Felsflora, Orchideen und Endemiten. Die Anemonen-Schmuckblume zum Beispiel ist eine dieser endemischen Pflanzen, die einzig und alleine in diesem Lebensraum vorkommen. Nicht nur die Flora ist einzigartig, auch die Salza, einer der ökologisch wertvollsten Flüsse Österreichs, hat viel zu bieten. Sie ist 82 km lang, wurde bis heute kaum verbaut und gewährt seltenen Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum. Obendrein gilt die Salza unter Wildwassersportlern als einer der besten Hotspots in ganz Europa.
Bildergalerie
Stationen
Kanushop:
Egal, ob Profi oder Anfänger, Familienausflug oder Abenteuerurlaub: Wer sich gern auf dem Wasser fortbewegt, kommt früher oder später hier vorbei. Angeboten werden Canyoning, Rafting, Kajak und andere Wassersportarten. Speziell ausgebildete Guides gibt’s zum gewünschten Fortbewegungsmittel gleich dazu.
Rafting- und Sportagentur Liquid Lifestyle, 8924 Wildalpen 5
Tel. +43 3636 / 700 61
www.liquid-lifestyle.at
Wasserlochschenke:
Die Klamm rauf. Wasserfälle bestaunen. Seltene Pflanzen finden. Die Klamm wieder runter. Alles ganz schön anstrengend, das wissen auch die Leute, die die Wasserlochschenke betreiben. Sie haben sich deshalb auf Nahrhaftes wie Ofenkartoffeln in verschiedenen Variationen spezialisiert. Und auf Fische. Denn die springen hier quasi von der Salza, an der die Hütte liegt, direkt in die Pfanne.
Wasserlochschenke Palfau, 8923 Palfau 72
Tel. +43 3638 / 322
Wissenswertes
Äsche
Ganz schön anspruchsvoll, die Äsche. Schnell muss das ­Wasser fließen, in dem sie sich wohlfühlt, sauber muss es sein und zudem kalt. Und das ist noch längst nicht alles. Als Jungfisch benötigt der Räuber Insektenlarven, um zu überleben, später dann kleine Fische. Zum Ablaichen braucht die Äsche zudem flache Schotterbänke. Gut, dass die Salza all diese Ansprüche zur Genüge erfüllt. Früher war die Äsche ein Massenfisch in Österreich, heute machen ihr Flussregulierungen das Leben schwer.
Alpenfettkraut
Nicht jede Pflanze ist lediglich hübsch anzusehen. Das Alpenfettkraut (Pinguicula alpina) zum Beispiel ist alles andere als harmlos – es ist ein Fleischfresser. Mit seinem klebrigen Sekret auf der Oberseite der Blätter fängt es Insekten und zersetzt diese mit Hilfe von Enzymen. Die gelösten Bestandteile nutzt die Pflanze dann als zusätzliche Stickstoffquelle. Das Alpenfettkraut findet sich vor allem auf kalkhaltigen Böden im Alpenvorland.
Knusprig gebratene Lammkrone im Natursaftl
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: 4 x 4 Koteletten vom Lamm, sauber zugeputzt / Thymian / Rosmarin / Öl zum Braten / Lammfond zum Aufgießen / Salz & Pfeffer

Zubereitung: Die Koteletten zuputzen, d.h. die Knochen von allen Häuten und Sehnen befreien, die Lammkrone von der äußeren Haut befreien, mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin würzen. In einer festen Pfanne das Öl stark erhitzen, die Kronen einlegen und rundum knusprig anbraten. Danach bei verminderter Hitze weitergaren und am Schluss im Rohr rasten lassen. Das Fleisch soll eine gute Kruste haben, im Inneren sollte es rosa bleiben und der Fleischsaft sollte nicht ausfließen. Die Koteletten erst kurz vor dem Servieren schneiden und eventuell etwas abtupfen.

Tipps fürs Umland
Wasserpark „Aqua Natura“ Eisenwurzen: Für einen Ausflug mit der gesamten Familie eignet sich der Wasserpark hervorragend. Wer Lust hat, kann eine Floßfahrt wagen, seine Geschicklichkeit im Seil-Klettergarten testen oder im Mini-Raft den Kanal hinunterpaddeln. Öffnungszeiten: Mai bis Anfang Oktober 9.00 – 19.00 Uhr, www.wasserspielpark.at

Fischen in der Salza: Abseits der Kajak- und Raftingspots ist die Salza auch bei Sportfischern beliebt. Aus gutem Grund. Tagesangelpässe gibt es im ÖBf-Forstbetrieb Steiermark in Gußwerk unter 03882 / 2251 oder bei Firma Pijawetz unter 0676 / 83388200.

Museum „HochQuellenWasser“ Wildalpen: 217.000 m3 Trinkwasser. Fast die Hälfte des täglichen Verbrauchs der Wiener. So viel fließt täglich aus dem Hochschwab nach Wien. Grund genug, um das Museum zu besichtigen und Wissenswertes über Geologie, Baugeschichte und die Wasserversorgung von heute zu erfahren. Öffnungszeiten: Ab 1. Mai Montag bis Freitag 10.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 15.00 Uhr, Sonn- und Feiertag 10.00 – 12.00 Uhr, Tel. +43 (0) 3636 / 45 13 187, www.wasserleitungsmuseum.at

Stift Admont: Das Stift ist das älteste Kloster der Steiermark. Seit über 900 Jahren wird hier nach dem Glaubenssatz „ora et labora et lege – bete, arbeite und lese“ gelebt. Heute leben hier 27 Mönche, die gemeinsam mehrere Pfarren betreuen. Neben der Bibliothek, die zu den größten Stiftsbibliotheken der Welt zählt, ist auch das Naturhistorische Museum mit seiner Insektensammlung besonders sehenswert. Öffnungszeiten Bibliothek und Museum: Ab 24. März 2013 täglich 10.00 – 17.00, 8911 Admont 1, Tel. +43 (0) 3613 / 23 12-0

WALD 8 – Skitour am Hochkönig
Spätestens, wenn von einer Almhütte nur noch der Dachgiebel aus dem Schnee ragt, ist er da: der Winter. Das WALD-Wanderteam wagte sich in der kalten Jahreszeit hinaus und wurde in Dienten am Hochkönig mit einem Winterwunderland belohnt.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus auf der A2 bis zum Knoten Seebenstein und auf die S6. Beim Knoten St. Michael über die A9 in Richtung Salzburg. Ausfahrt Liezen auf die B320. Auffahrt A10/E55 in Richtung Bischofshofen; von dort auf die Hochkönigstraße/B164 und links auf die L216 abbiegen. In Dienten weiter bis zum Parkplatz unterhalb der Bergkirche.
Mit dem Zug: Von Salzburg Hauptbahnhof mit dem Zug bis Lend/Salzach. Am Bahnhofsvorplatz in den Bus 632 nach Dienten am Hochkönig umsteigen.
Wanderroute
Startpunkt der Skitour ist der Parkplatz Grünegg unterhalb der Dorfkirche Dienten. Von dort aus geht es mit Tourenski über Forststraßen und Almflächen bis zur Lettenalpshütte. Dann Abfahrt entlang der Aufstiegsspur bis zur Jausenstation Grünegg. Nach kurzer Verschnaufpause dann umsatteln auf die Rodeln. Zuletzt eine Rodelpartie zurück zum Ausgangspunkt.
Streckencharakteristik: Tourenski an den Füßen sind gewöhnungsbedürftig – die Strecke ist aber auch für Anfänger geeignet. Die Möglichkeit, auf Rodeln umzusteigen, bringt Abwechslung.
Jausenstation: Entweder man packt die eigene Jause bei tollem Ausblick auf der Lettenalpshütte aus oder man kehrt nach der Skitour in der Jausenstation Grünegg ein und genießt die Pinzgauer Küche. Extra-Tipp: Wer genug hat vom Tourenskigehen, kann hier auf eine Rodel umsteigen.
Dienten
Die 800 Einwohner zählende Gemeinde Dienten liegt am Fuße des Hochkönigs. Schon 963 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Seine Bedeutung erhielt es vor allem durch das im Mittelalter errichtete Eisenbergwerk, das erst 1964 endgültig geschlossen wurde. Daraufhin kam der Tourismus in die Region. Heute tummeln sich in Dienten im Winter und Sommer Sportbegeisterte und Entspannungssuchende.
Fakten
Der Hochkönig gehört zu den Berchtesgadener Alpen und besteht überwiegend aus Dachsteinkalk. Seit der Jungsteinzeit wurde hier Kupfer abgebaut. Bis 1977 waren die Stollen in Mühlbach am Hochkönig noch in Betrieb. Ab dann galt der Kupferabbau als unrentabel. Mittlerweile lebt die Region vom Tourismus. Bei klaren Wetterverhältnissen ist der Blick vom Hochkönig einzigartig. Die Natur zeigt sich jetzt aber auch weiter unten von ihrer winterlichsten Seite. Nicht umsonst trägt das Hochkönigmassiv den Beinamen "ewiges Schneegebirge". In der Winterlandschaft sind aber nicht nur Touristen unterwegs. Tiere und Pflanzen haben sich perfekt an die Schneeverhältnisse angepasst. Auch wenn im Winter auf den ersten Blick weit und breit keine zu sehen sind, heißt das nicht, dass gerade keine Tiere unterwegs sind. Einige Bodenbrüter, also Vögel, die ihre Nester am Boden bauen, oder auch der Schneehase sind wahre Meister der Tarnung. Nur wer ganz genau hinsieht, hat Chancen, sie zu Gesicht zu bekommen.
Bildergalerie
Stationen
LETTEN-ALPSHÜTTE:
Bevor es wieder talwärts geht, gibt es noch eine kurze Verschnaufpause. Die Alpshütte ist hier fast fünf Meter hoch mit Schnee bedeckt. Zum Ausruhen reicht das Bänkchen auf der freien Seite. Einen Moment lang zumindest. Denn die Abfahrt wartet schon.
JAUSENSTATION GRÜNEGG:
Die Jausenstation Grünegg ist mehr als nur eine nette Einkehrmöglichkeit. Hier wird man auf 1.190 m Seehöhe in einem Bauernhaus aus dem Jahre 1506 verköstigt. Es gibt traditionelle Pinzgauer Hausmannskost und selbst gebrannten Schnaps – von Enzian bis Vogelbeere. Vor oder nach dem Essen können Gäste das Bergbauernmuseum und die alte Mühle besichtigen. Jausenstation Grünegg, Familie Rainer, Mitte Dezember bis Ostermontag durchgängig geöffnet.
Wissenswertes
FUTTERSUCHE
Im Winter wird man kaum einem Tier begegnen. Die einen haben sich zurückgezogen und schlafen tief und fest, andere sind in wärmere Gebiete abgewandert. Nur sehr gut angepasste Wildtiere versuchen, den Winter im Gebirge zu überleben. Dieser Baum zum Beispiel wurde von einem Schwarzspecht bearbeitet. Er war auf der Suche nach etwas Fressbarem. Vielleicht nach Ameisen, die in den kargen Wintermonaten eine wichtige Proteinquelle für Spechte sind.
TIERE IM WINTER
So idyllisch und friedlich der Winterwald auch wirken mag - für die hier lebenden Tiere geht es täglich ums Überleben. Meist sind die Nahrungsquellen knapp und die Temperaturen eisig. Wildtiere, die jetzt aufgescheucht werden, brauchen ihre Energiereserven auf und das kann tödlich enden. Oft arbeitet der Organismus der Tiere im Winter stark reduziert, die Flucht im hohen Schnee ist daher besonders anstrengend. Für den verantwortungsvollen Tourenskigeher heißt es also, den Wald meiden und auf ausgewiesenen Routen bleiben. Hier sind die Tiere an den Menschen gewöhnt, nehmen ihn weniger als Gefahr wahr und flüchten seltener.
Entenbrust auf Beluga-Linsen
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten: 2 gut zugeputzte Entenbrüste (weiblich) / 100 ml Geflügelfond / 50 ml trockener, aber duftiger Weißwein (Traminer) / Thymian / Grobes Meersalz & Pfeffer / 80 g Beluga-Linsen / 100 ml ungewürzter Gemüsefond / Thymian / Salz & Pfeffer

Zubereitung: Die Entenbrüste am Abend vor dem Braten in Salz mit Thymian und etwas schwarzem Pfeffer trocken marinieren. Mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Braten mit Wasser abwaschen und trocken tupfen. Die Pfanne gut vorheizen und die Brüste mit der Hautseite nach unten einlegen. Wenn das Fett beginnt auszuschmelzen, die Brüste wenden und knusprig braten. Am Herdrand einige Minuten ziehen lassen, dann mit einem scharfen Messer in gefällige Tranchen schneiden.
Das ausgetretene Fett in der Pfanne abgießen, den Bratenansatz mit dem Weißwein ablöschen, wenn der Alkohol verdunstet ist, mit der Brühe aufgießen und abschmecken. Eventuell leicht binden. Die Linsen in den kochenden Sud einrieseln lassen, etwa 5 Minuten leicht köcheln lassen, dann in der abgeschmeckten Flüssigkeit warm stellen. Erst vor dem Servieren herausnehmen. Aus einem gekochten Erdapfel mit einem Zackenmesser Würfel schneiden und rundum in Butter anbraten, würzen und garniert servieren.

Tipps fürs Umland
Museum am Kastenturm: Bergbau, Erzverarbeitung, Handel und Kirchenbau bestimmten einst das Bischofshofener Leben. Heute kann man im Museum am Kastenturm in 5.000 Jahre Geschichte eintauchen. Zu sehen gibt es sakrale Kunst genauso wie archäologische Fundstücke aus der Umgebung. Öffnungszeiten: Mi., Fr., Sa., So. 10.00-16.00, 5500 Bischofshofen, Pfarrplatz, Eingang neben der Pfarrkirche, Tel.: 0664 3419641 www.museumamkastenturm.at

Natureisplatz Ritzensee: Im Sommer ist der Ritzensee in Saalfelden ein beliebter Badesee. Im Winter wird auf dem vier Meter tiefen Moorsee eisgelaufen. Die Natureisfläche wird den ganzen Winter über geräumt. Auf der gemütlichen Bahn haben geübte Eisläufer und Anfänger genügend Platz, ihre Runden zu drehen. Ritzensee, 5760 Saalfelden, Tel.: 06582 72292, bauhof@saalfelden.at

Tauern Spa Zell am See: Wer Lust auf Planschen und Entspannung hat und dabei die Berge nicht aus den Augen lassen will, ist im Tauern Spa bei Zell am See Kaprun bestens aufgehoben. Die Therme am Fuße des Kitzsteinhorn-Gletschers bietet neben dem wunderschönen Bergblick zwölf In- und Outdoorpools sowie dreizehn Saunen- und Dampfbäderbereiche. Öffnungszeiten: Sa. bis Do. 9.00-23.00, Fr. bis 24.00, 5710 Kaprun, Tauern Spa Platz 1, Tel.: 06547 20400, www.tauernspakaprun.com

WALD 7 – Bike & Boot in den Donau-Auen
Ein Ort, an dem Biber tauchen und Seeadler fliegen, kann auch für Menschen nur paradiesisch sein. Das WALD-Wanderteam hat das getestet und einen Tag am Wasser verbracht – im Nationalpark Donau-Auen.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus über die Flughafenautobahn A4 bis zur Abfahrt Fischamend. Dann auf die B9 Richtung Hainburg auffahren, über die B3 über Groß-Enzersdorf und Orth an der Donau nach Wagram an der Donau. Von dort aus führt die L8 nach Eckartsau.
Mit dem Bus: Von Kagran aus mit dem Regionalbus 391 nach Eckartsau Hauptplatz. Die Fahrtzeit beträgt 1 Stunde und 25 Minuten.
Wanderroute
Ausgangspunkt: Mitten im Nationalpark liegt das kaiserliche Jagdschloss Eckartsau, das heute von den Bundesforsten betreut wird. Vor Ort werden auch Führungen durch Park und Schloss angeboten. (Schloss Eckartsau, ÖBf-Nationalparkbetrieb Donau-Auen, 2305 Eckartsau, Schloss, Tel.: 02214/2240)
Streckencharakteristik: Ein wirklich ereignisreicher Tagesausflug. Auch für Familien bewältigbar – trotz langer Route. Die Fahrradstrecke über den Damm wäre sogar kinder-wagentauglich. Die Wanderung zur Ruine Röthelstein müsste dann aber ausgespart werden.
Eckartsau: Seit 1971 besteht die 48,98 km2 große Marktgemeinde. Zu der Großgemeinde gehören neben Eckartsau auch die Katastralgemeinde Witzelsdorf, Kopfstetten, Pframa und Wagram an der Donau. Neben dem Schloss ist auch die Kirche Eckartsau einen Besuch wert. Ebenso interessant ist der Friedhof der Namenlosen, der an Eckartsau grenzt. Hier fanden zwischen 1918 und 1970 Tote, die die Donau preisgab, ihre letzte Ruhe.
Fakten
Nichts prägt den Nationalpark Donau-Auen so sehr wie der Wasserpegel. Hochwasser gestaltet die Au ständig um. Erdreich wird mit in die Fluten gerissen und kahle Flächen entstehen, auf denen sich Pionierpflanzen ansiedeln. Zieht sich das Wasser dann zurück, liegen Schotterbänke frei und schaffen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der knapp 93 km2 große Nationalpark bietet über 800 höheren Pflanzen, über 30 Säugetierarten und unzähligen Reptilien- und Amphibienarten ein Zuhause. Gegründet wurde der Nationalpark 1996 nach der Aubesetzung. Heute liegt der Fokus des Nationalparks nicht nur auf dem Erhalt, sondern auch auf der Wiederherstellung der Au. Donau und Aulandschaft sollen wieder miteinander verbunden werden. So soll die Au ihr altes Gesicht wiederbekommen.
Bildergalerie
Stationen
SCHLOSS ECKARTSAU
Schloss Eckartsau wurde 1180 das erste Mal schriftlich erwähnt. Damals wurde es noch als Wehrburg mit Wassergraben geführt. Erst Graf Franz Ferdinand von Kinsky baute die alte Burg zum heutigen Jagdschloss aus. Die Habsburger-Monarchie fand hier übrigens ihr Ende. 1918 verbrachten Kaiser Karl I. und seine Frau Zita ihre letzten Tage vor dem Exil in Schloss Eckartsau.
FORSTHAUS STOPFENREUTH
Das 360 Jahre alte Forsthaus beherbergt heute ein Fisch- und Heurigen-Restaurant und ist ein beliebter Einkehrplatz auf dem Passau-Wien-Budapest-­Donauradweg. Neben dem guten Essen gibt es hier auch einen Kanu-Verleih und ein Auen-Informations-Zentrum.
Forsthaus Stopfenreuth, 24. März bis 30. September, tägl. 9 bis 19 Uhr, Tel.: 02214/2232
Wissenswertes
BIBER
Tiere, die in der Nähe von Wasser leben, entwickeln oft feine Antennen für bevorstehende Veränderungen. So klettert die Baumschnecke zum Beispiel jedes Mal ganz hoch bis in die Kronen, kurz bevor ein Hochwasser kommt. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Mensch noch lange nicht, was da auf ihn zukommt. Der Biber (Castor fiber) hingegen beeinflusst den Wasserpegel und nützt ihn sogar zu seinen Gunsten. Die Eingänge seiner Bauten legt er nämlich so, dass sie ständig unter Wasser liegen. Das hält alle Arten von Fressfeinden ab. Auf dem Bild ist das Baumaterial des Bibers zu sehen und zugleich auch eines seiner typischen Frühstücke.
EINGEWANDERTE
Gut integriert ist was anderes. Der Eschen-Ahorn (Acer negundo) kommt ursprünglich aus Amerika, jetzt hat er sich die heimische Au als Lebensraum gewählt. An die Au ist er auch bestens angepasst – als typische Pionierpflanze kann er sich rasend schnell vermehren und auf Brüche sowie Hochwasser wirklich flott reagieren. Das Problem: Natürliche Feinde hat er nicht. Auch wenn er genießbar ist, interessiert sich das heimische Wild nicht für ihn. Was der Bauer nicht kennt, frisst er auch nicht. Dadurch verdrängt er sukzessive die heimische Au-Vegetation.
Tartare vom Rehfilet, Stangenspargel, Wachtelei
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

Zutaten (für vier Personen): 250 g Rehfilet, gehackt / 1 EL Kapern, gehackt / 1 EL Essiggurkerl, gehackt / ½ EL getrocknete Tomaten, feinwürfelig / 1 TL Senf (Dijon) / 2 Wachteleier / 1 Msp. fein gehackter Rosmarin / 1 Msp. fein gehackter Zitronenthymian / 1 Msp. Ananassalbei / 1 Spritzer Obstler / Salz & Pfeffer

Zubereitung: Rehfilet waschen, hacken, mit Kräutern, Kapern, Gurken, Tomaten,­ 1 Dotter, Senf und Schnaps marinieren. 10 Minuten rasten lassen. In einer Pfanne Olivenöl mäßig erhitzen, das zweite Ei in einer Ringform langsam anbraten, so dass der Dotter glasig bleibt. Spargel bissfest kochen und ­sofort in Eiswasser abschrecken. Die Spitzen auf die gewünschte Länge zuschneiden und die unteren Teile gleichmäßig schneiden. Den Boden des Glases mit den Spargelstücken auslegen, das Tartare darauf geben, mit dem Wachtelei krönen.

Tipps fürs Umland
Schiffmühle Orth: Nicht nur Boot-enthusiasten schwärmen von einem Besuch der Schiffmühle Orth: Komplett aus Holz, nach Plänen aus dem 18. Jahrhundert gebaut, ist sie die letzte Donaumühle in Funktion. Wer lieber in Bewegung bleibt, unternimmt mit dem Nachbau eines historischen Donauschiffes aus 1530 – der Tschaike – eine Donaurundfahrt.
Rundfahrten: April bis Oktober an Sonntagen und Feiertagen. Orth an der Donau, www.schiffmuehle.at

Carnuntum: Geschichtsinteressierte Wanderer können im Freilichtmuseum Petronell in Carnuntum ein rekonstruiertes römisches Stadtviertel erkunden. Wer dann von den alten Römern noch nicht genug hat, taucht im Museum Carnuntinum in antike Götterwelten ein oder besucht das Amphitheater in Bad Deutsch-Altenburg, wo blutige Gladiatorenkämpfe zum Leben erweckt werden.
Öffnungszeiten: 21.05. bis 15.11., 9.00 bis 17.00 Uhr. Führungen im Freilichtmuseum Petronell um 12.00 und 14.00 Uhr und im Museum Carnuntinum samstags, sonntags und feiertags 10.00 und 16.00 Uhr, Hauptstraße 1 A, 2404 Petronell-Carnuntum.

Festschloss Hof: Wo einst Kaiserin Maria Theresia feierte, können heute Normalbürger durch die barocke Schlosswelt flanieren und kunstvoll gestaltete Gärten bewundern. Eine stimmige Abwechslung zur rauen Natur des Nationalparks Donau-Auen.
Öffnungszeiten: April bis November, täglich 10.00 bis 18.00 Uhr. Führungen 11.00 und 14.00 Uhr, 2294 Schlosshof 1, Tel.: 02285 20 000.

WALD 6 - Wandern im Ausserland
Das Ausseerland ist eine der beliebtesten Ziele für Leute, die die gepflegte Sommerfrische suchen. Dabei kann man vor allem abseits der Touristenpfade viel entdecken – zum Beispiel einen Regiestuhl von Klaus Maria Brandauer.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus auf der Südautobahn (A2) bis zum Knoten Seebenstein. Dann auf die S6 Richtung Bruck an der Mur. Bei der Abfahrt Knoten St. Michael auf die A9 Richtung Salzburg/Linz. Nach der Ausfahrt Liezen auf die B320. Nach rund 16 km auf die B145 Richtung Altaussee abbiegen. Von Graz auf die A9 Richtung Salzburg/Linz. Danach siehe Anfahrt von Wien aus.
Mit der Bahn: Von Wien Westbahnhof nach Attnang-Puchheim. Umsteigen, weiter mit dem Zug nach Bad Aussee. Von dort mit dem Bus 955 Richtung Altaussee Kurhaus nach Altaussee.
Wanderroute
Ausgangspunkt: Das 4-Sterne-Hotel Seevilla, direkt am See. Hier kann man vor und nach der Wanderung im Wellnessbereich entspannen.
Streckencharakteristik: Vom Bootsverleih Madlmaier geht es mit der Plätte über den See. Erste Kraftanstrengung für Amateurruderer, so das Boot nicht motorisiert ist. Bei der Anlegestelle bei der Seewiese am östlichen Ufer beginnt die Wanderroute. Der Weg über den Gaisknechtstein hinauf zur Stummeralm ist eine Tour, die auch für Familien mit Kindern gut geeignet ist. Extremkletterer werden sich dagegen unterfordert fühlen.
Raststationen: Frühmorgens noch im See, zu Mittag schon auf dem Teller. Im Jagdhaus Altaussee ist der Seesaibling richtig frisch. Zum Nachtisch gibt es leckere Strudelvarianten. Unser Favorit: Erdbeere-Rhabarber. Geöffnet Mai bis Ende Oktober ab 10:00 Uhr. Kein Ruhetag.
Fakten
Das Tote Gebirge bestimmt das Erscheinungsbild um Altaussee. Mit 2.515 Metern Seehöhe ist der Große Priel der höchste Gipfel des Toten Gebirges. Seinen Namen trägt das größte Kalkplateau der Ostalpen nicht von ungefähr. Auf den verkarsteten Hochflächen wächst kaum etwas. Denn das Gebirge besteht hauptsächlich aus Dolomiten und Kalken. Regnet es, fließt das Wasser schnell ab und unterirdisch in den See. Überirdische Zuflüsse gibt es dagegen kaum. Im 2,1 Quadratkilometer großen See kommen vor allem Seesaiblinge und Forellen vor. Weil große Teile der Gegend um den Altausseer See unter Naturschutz stehen, sind die Uferflächen kaum verbaut – und dadurch umso idyllischer.
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Stationen
Bootsvermietung
Besser und beschaulicher als im Boot lässt sich der Altausseer See nicht erkunden. Wer sein eigenes Boot gerade nicht dabei hat, kann sich auch eines ausborgen. Bei der sympathischen Bootsvermietung Madlmaier zum Beispiel. Fischerndorf 158, 8992 Altaussee
LOSER-HÜTTE
Der Weg über die Panorama-Straße zur Loser-Hütte ist allein schon ein Erlebnis. Oben angekommen ist die Aussicht dann richtig spektakulär. Vom guten Essen ganz zu schweigen. Die Cremeschnitten sollen zu den besten gehören, die im Ausseerland zu haben sind. Fischerndorf 81, 8992 Altaussee, 03622 71 2 02
Wissenswertes
SEEWIESE
Am Ostufer des Altausseer Sees befindet sich die Seewiese. Früher wurde sie landwirtschaftlich genutzt, liegt aber mittlerweile brach. Jetzt wuchert es an allen Ecken und Enden. Weil die neue Vegetation alte, oft seltene Biotope wie das kalkreiche Niedermoor oder die Pfeifengraswiese verdrängen könnte, setzen die ÖBf Maßnahmen, um die Vielfalt zu bewahren.
ADLER
Greifvögel mögen abgeschiedene Lagen. Deshalb wird man einen Steinadler-Horst nur mit Fernglas erspähen können. Ihre Nistplätze errichten Steinadler nämlich hoch oben in Felswänden oder in Baumwipfeln. Wenn sich ein Adler erst einmal eingerichtet hat, nutzt er seinen Horst meistens mehrere Jahre. Ornithologen werden aber nicht nur wegen der Steinadlervorkommen ihre Freude am Ausseerland haben. Auch Raufußhühner und Spechte kommen hier häufig vor. In Kooperation mit BirdLife Österreich versuchen die Bundesforste, die Lebensräume der heimischen Vogelwelt zu erhalten.
Gebratene Regenbogenforelle mit Erdäpfel- Brennnessel-Püree und Erbsensauce
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

SUPPE
Zutaten (für vier Personen):4 Forellenfilets mit geschuppter Haut, 300 g feine Zuckererbsen, 300 g Zuckerschoten, 250 ml Gemüsebrühe, Salz & Pfeffer, 2 El kalte Butter, feinstes Olivenöl
Zubereitung: Die beiden Erbsensorten in der Gemüsebrühe weich kochen und danach sofort in Eiswasser abschrecken, gut abtropfen lassen. Feinstens pürieren und durch ein Haarsieb passieren. Wenn nötig, mit der Suppe etwas verdünnen.

Das Püree
Zutaten: 600 g mehlige Erdäpfel, 3 EL gehackte Brennnesselspitzen, 80 g heiße Milch, 2 El Butter
Zubereitung: Erdäpfel schälen, fein würfeln und in reichlich Salzwasser kochen. Abseihen und fein pürieren; mit Milch und Butter zum fertigen Püree rühren. Den Fisch würzen und hautseitig gut anbraten. Wenn die Haut sich löst, abziehen und auf der zweiten Seite knusprig braten. Den Rest ebenso schonend garen.
Tipps fürs Umland
Salzwelten Altaussee: Sollte man doch mal in den Regen kommen, sind die Salzwelten in Altaussee eine gute Alternative für die Freizeitgestaltung. Das Schaubergwerk ist heute noch Österreichs größte Salzlagerstätte. Neben der Barbara-Kapelle, der Kammer des geronnenen Lichtes und dem unterirdischen Salzsee können Besucher beim Bergmannsrutschen bis tief ins Innere des Berges rasen.
Öffnungszeiten: 27.05. bis 09.09.2012, 9:00 bis 16:00 Uhr mit stündlichen Führungen. Lichtersberg 25, 8992 Altaussee


Naturerlebniszentrum Alpengarten Bad Aussee: Im Alpengarten Bad Aussee gibt es auf 12.000 Quadratmetern eine Schau zur heimischen Alpenflora und viele Pflanzenraritäten. Ein Geheimtipp für Hobbygärtner.
Öffnungszeiten: Mai bis September, täglich 8:00 bis 18:00 Uhr. Führungen: Montag 14:30 Uhr oder nach Voranmeldung.
Ischlbergstraße 67, 8990 Bad Aussee, Tel.: 0676 83622543


Hofmannsthal und Friedrich Torberg verbrachten in Altaussee ihre Sommerurlaube. Welche Spuren sie und viele ihrer Kollegen in der Gegend hinterließen, zeigt das Literaturmuseum Altaussee. Spazierfreudige Literaturliebhaber können auf der LiteraTour, einem literarischen Spaziergang, den Ort erkunden.
Öffnungszeiten: Juni bis September, 10:00 bis 12:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr, Oktober bis Mai 14:30 bis 17:00 Uhr. Sonntags und feiertags geschlossen. Tel.: 0664 444 10 69, www.literaturmuseum.at
WALD 5 - Trekking nördlich der Wachau
Die Wachau und das Kremstal haben nicht nur Wein und jede Menge Weltkulturerbe: Bei unserer Frühlingswanderung entdeckten wir zum Beispiel Spechte, Wildkirschen und uralte Felsen. Und fanden sogar dort ein Gipfelkreuz, wo wir nicht einmal einen Berg vermutet hätten.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien aus: Über die A22 Richtung Praha/Strebersdorf/Krems.Bei der Ausfahrt Knoten Stockerau auf die S5 in Richtung Krems auffahren. Bei Krems auf die Kremser Bundesstraße B37 Richtung Gföhl auffahren, nach 9 km Richtung Droß abfahren. Nach 700 m kommt die Ortseinfahrt Droß, dort links abbiegen und auf der Droßer Hauptstraße Richtung Ortszentrum fahren.
Mit der Bahn: Zugverbindung von Wien Franz-Josefs-Bahnhof bis Krems an der Donau. Dort in den Anschlussbus 1405 nach Droß Schloss umsteigen.
Wanderroute
Ausgangspunkt: Der Kirchenplatz von Droß. Gleich nebenan, beim Gemeindeamt, sind auf einer Infotafel die Wanderwege eingezeichnet. Am Schloss Droß vorbei geht es die Föhrenteichstraße entlang bis zur Waldgrenze. Daher einfach drauf los in den Wald spazieren. Bei der ersten Weggabelung entweder links über den Schanzriedel oder rechts über den Herzogtisch die Runde marschieren.
Streckencharakteristik: Vom Kirchenplatz in Droß bis zur Kohlwand geht man gut zwei Stunden. Der Großteil der Wanderung führt über Forstwege.
Schwierigkeitsgrad: Sonntagsspaziergang mit angenehmer Steigung. Zeit: rund 4 Stunden. Der auf der Karte orange gezeichnete Teil der Strecke ist problemlos mit Fahrrädern befahrbar. An drei Stellen entlang der Strecke gibt es klettertaugliche Felsen.
Raststationen: Jause mitnehmen! Entlang der Wanderroute gibt es keine Raststationen. Nach der Wanderung bietet es sich an, in einen der Heurigen im Ort oder in der näheren Umgebung einzukehren.
Droß:Liegt auf einem Hochplateau rund 10 km entfernt von Krems. Die Gemeindefläche ist großteils Wald, aber auch der Weinbau hat in Droß seinen Platz gefunden. Gemeinde Droß, Schloßstraße 250, Tel: +43 2719 8700 Infos unter: www.dross.gv.at
Fakten
Die besondere Bodenbeschaffenheit macht das nahe gelegene Kamptal zur idealen Weinbaugegend. Die Kombination von Löss, Schotter, Urgestein und vulkanischen Elementen ist ein gutes Fundament für guten Wein. Auf 4.000 Hektar gedeihen im Kamptal die Weißweinreben.
Bildergalerie
Stationen
Badeteich
Gleich zu Beginn der Tour passiert man in Droß einen ruhigen Teich. Bei unserer Wanderung war an einen Zwischensprung nicht zu denken – dafür stolpert man im Frühling gerne über Krokusse, Schneeglöckchen oder Frösche.
BÄCKEREI SCHMIDL
Wenn Sie immer schon mal wissen wollten, woher das "Wachauer"- Weckerl kommt, sollten Sie nach Dürnstein fahren. Die Bäckerei Schmidl, direkt im Ortszentrum, kann sich rühmen, dieses Weckerl erfunden zu haben – und produziert es noch heute. Der Familienbetrieb versorgt Dürnstein außerdem mit Mehlspeisen, Marillenmarmelade und Brot.
Wissenswertes
WACKELSTEINE
Was jetzt so atemberaubend in die Höhe ragt, entstand eigentlich vor 1,7 Milliarden Jahren tief unter der Erde. Die Gesteinsformationen des Herzogtisches oder der Kohlwand fielen der sogenannten Wollsackverwitterung zum Opfer. Als im Waldviertel noch ein Hochgebirge stand, ging es im Inneren turbulent zu. Erdbewegungen ließen die Gneisblöcke splittern. Eindringendes Regenwasser glättete die Kanten, schwemmte die Mineralien aus und als dann das Gebirge verschwand, blieben die Gneisfelsen liegen. So als wären sie ordentlich übereinandergestapelt worden.
SCHWARZSPECHT
Egal, wie heftig der Schwarzspecht gegen den Baum hämmert, Kopfschmerzen bekommt er nie. Dafür sorgt eine federnde, gelenkartige Verbindung zwischen Schnabel und Kopf des Spechtes. Das ist auch wichtig, denn nicht nur seine eigene Bruthöhle hämmert er in den Baum. Auch die im Holz vergrabenen Insekten wecken sein Interesse und dienen ihm als Nahrung. Geübte Ornithologen können allein am Rhythmus des Klopfens erkennen, um welche Art es sich handelt. Wir hingegen können nur vermuten. Was wir hingegen wissen: In der Wachau kommen vor allem Bunt- und Schwarzspechte vor. Auch Weißrückenspechte haben sich in letzter Zeit vereinzelt wieder angesiedelt.
Cremesuppe vom Bärlauch, Lasagne vom Schaffrischkäse & Bachkresse
Rezept von 2-Hauben-Koch Gottfried Bachler, www.bachler.co.at

SUPPE
Zutaten (für vier Personen): 4 EL Bärlauchblätter fein gehackt, 2 EL Schalotten gehackt, 1 TL Olivenöl, 1/2 l Gemüsefond, 1/8 l Rahm, 1 EL Weißwein, Salz, Pfeffer
Zubereitung: Die Schalotten im Öl anschwitzen, mit dem Weißwein ablöschen, mit Gemüsebrühe aufgießen, die Bärlauchblätter dazugeben und kurz kochen. Mixen, passieren und den Rahm zugeben. Abschmecken und falls gewünscht die Konsistenz eindicken lassen.

LASAGNE
Zutaten (für vier Personen): 16 kreisförmige Strudelblätter, 1 EL Butter, 4 EL Schaffrischkäse, 1 EL Bachkresse
Zubereitung: Rohr auf 180° C vorheizen. Die Blätter mit Butter bestreichen und goldbraun backen. Den Käse aufschlagen, bis er cremig wird, in einen Spritzsack füllen. Die Kresse putzen und von groben Stängeln befreien. Die kalte Lasagne herstellen, indem man zwischen die Blätter den Käse mit der Kresse platziert. Zur Suppe geben.
Tipps fürs Umland
Loisium: Für Weinenthusiasten und alle, die es werden wollen, bietet Langenlois ein Highlight der besonderen Art: das Loisium. Auf elf Stationen, die durch die ursprüngliche Kellerarchitektur führen, taucht man ein in die Welt des Weines und erfährt alles, was es über den Weinbau zu wissen gibt. Auch einer Verkostung der besten Jahrgänge steht nichts im Wege. Loisium Allee 2, 3550 Langenlois, Tel: +43 2734 32240, www.loisium-weinwelt.at,
Öffnungszeiten: Apr bis Okt: tgl. 10:00 bis 19:00 Uhr, Nov bis Mär: Mi bis So: 10:00 bis 19:00 Uhr, letzter Einlass: 17:30 Uhr


Sonnentor: Seit vielen Jahren gilt die Marke Sonnentor als der Produzent von Bioprodukten schlechthin. Seit Ende 2011 gibt es in Krems, wenige Kilometer vom Sonnentor-Stammhaus im Waldviertel, einen eigenen Shop. Im romantisch-bäuerlichen Ambiente gibt es diverseste Teesorten bis hin zu Schokolade, Müslis und Ölen. Fußgängerzone Schwedengasse 2, 3500 Krems, Tel: +43 2732 70880, Öffnungszeiten: Mo bis Sa: 9:00 bis 18:00 Uhr


Schloss Dürnstein: Wenn es etwas gehobener sein darf, ist das Schloss Dürnstein genau die richtige Adresse. Bei einem Dinner auf der Donauterrasse kann man den Tag wunderbar Revue passieren lassen. Unter dem Motto "Trauben und Hauben" zaubert dann Chefkoch Richard Hessl auf – allerdings nur von April bis November. Dann ist auf Schloss Dürnstein Winterschlaf. 3601 Dürnstein 2, Tel: +43 2711 212, www.schloss.at,
Öffnungszeiten: Mo bis So: 12:00 bis 14:00 Uhr, 18:30 bis 21:00 Uhr
WALD 4 - Wandern in den Ötztaler Alpen
Auf der Suche nach Winter im November wanderten wir in die Ötztaler Alpen. Es ging hinauf und immer weiter hinauf, durch Wald, über Almen und Geröll. Auf dem Vernagtferner wurden wir schließlich fündig: Schnee, jede Menge Eis und eine atemberaubende Stille.
Anfahrt
Mit dem Auto: Von Wien/Linz/Salzburg aus auf der A 1, A 8 und A 93 bis Kiefersfelden. Von dort auf der A 12 bis zur Ausfahrt Ötztal. Weiter auf der B 186 über Sölden nach Zwieselstein. Dort geht es rechts auf die Ventertalstraße, man fährt bis nach Vent.
Mit der Bahn: Ob von Wien, Linz oder Salzburg: mit dem Zug über Innsbruck bis Ötztal-Bahnhof. Von dort geht's mit dem Linienbus 4194 nach Sölden. Linienbusse der Ötztaler Verkehrsgesellschaften fahren von dort aus regelmäßig nach Vent.
Wanderroute
Ausgangspunkt: Die Pfarrkirche von Vent. Über die Rofenhöfe geht es zur Vernagthütte hinauf. Dort kann man im Winterraum übernachten. Am nächsten Tag folgt der Aufstieg auf den Vernagtferner und dann die Rückkehr nach Vent.
Streckencharakteristik: Bis zur Vernagthütte sind es etwa drei Stunden Gehzeit. Zum Gletscherkamm dauert es zirka eine Stunde, der Abstieg ist in zwei Stunden zu schaffen.
Schwierigkeitsgrad: Es gibt zwar keine komplizierten Klettersteige, aber die Gehdauer verlangt Kondition.
Raststationen: Die Vernagthütte ist eine Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Würzburg. Im Winterraum ist die Übernachtung ganzjährig möglich (mit Strom, aber ohne fließend Wasser).In zwei Zimmern stehen Stockbetten, eine Stube mit Ofen zum Kochen und Heizen gibt es auch. 10,50€ pro Person. Infos: www.dav-wuerzburg.de
Vent: Auskünfte zu Skigebieten, Wintersportkursen, Unterkünften und Routen aller Art bietet das Informationsbüro für Touristen in Vent. Öffnungszeiten "Team Ötztal": Montag bis Freitag, 8.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr. Ab dem 12. Dezember ist die Mittagspause eine Stunde länger – die Bürozeit beginnt dann erst um 15.00 Uhr. Infos unter: www.vent.at
Fakten
Das Ötztal liegt im Tiroler Oberland und auf einer Seehöhe zwischen 700 bis 3.768 Metern. Die Rofenhöfe sind die höchste Dauersiedlung Österreichs, der höchste Berg der Ötztaler Alpen (und zweithöchste des Landes) ist die Wildspitze – sie ist auch der höchstliegende Gipfel der Österreichischen Bundesforste (ÖBf). Der berühmteste Einwohner ist lange verstorben: Ungefähr 5.300 v. Chr.lebte hier "Ötzi".
Bildergalerie
Stationen
VERNAGT-ALM
Die Vernagthütte ist auch als "Würzburger Haus" bekannt. Sie gehört dem Deutschen Alpenverein, der Sektion Würzburg. Bis März ist zwar die Hütte geschlossen, im Nebengebäude, dem sogenannten Winterraum, können sich auch während des Winters bis zu 16 Menschen einquartieren.
ROFENHÖFE
Die Rofenhöfe liegen auf 2.014 Metern Seehöhe, etwa einen Kilometer westlich von Vent. Berühmt als höchstgelegene dauerbesiedelte Bergbauernhöfe Österreichs und Drehort der "Geierwally"- Verfilmung von 1940. Die Familie Klotz betreibt die Rofenhöfe. Ihrem Vorfahren Leander Klotz gelang es 1848 als Erstem, die Wildspitze zu besteigen.
Wissenswertes
ZIRBE
Lawinen und Geröllabgänge können der Zirbe (pinus cembra) wenig anhaben. Dementsprechend häufig ist sie in Schutzwäldern zu finden. Weil Zirben mit wenig Nährstoffen auskommen, können sie auch im hochalpinen Bereich bestehen. Kälteresistent sind die Nadelbäume obendrein. Erst ab minus vierzig Grad wird es einer Zirbe langsam zu kalt. Früher nutzten die Menschen in den Alpen die Zirbenfrüchte nicht nur, um sie mit Schnaps anzusetzen: Ihre Samen, die in den Zapfen wachsen, waren mit einem Fettanteil von siebzig Prozent ein wichtiger Energielieferant.
SCHNEEHASE
Jeder, der je einen Alpenschneehasen (lepus timidus varronis) zu Gesicht bekommt, kann sich glücklich schätzen. Mehr als seine Spuren im Schnee bekommen die meisten von ihm nämlich nicht zu sehen. Schneehasen sind nicht nur scheu, sondern auch nachtaktiv. An ihren flachen Fußspuren kann man erkennen, wie gut sie an ihre Umgebung angepasst sind. Ihre dicht behaarten Pfoten verhindern, dass sie im Tiefschnee einsinken.
Rezept: Kaninchenrücken mit Linsen, Erdäpfeln und roten Rüben
Im Winter freut sich, wer im Herbst wie die Winterschlaftiere vorgesorgt und eifrig gesammelt hat – Steinpilze zum Beispiel. Die machen sich auch getrocknet sehr gut – etwa zu Beluga-Linsen.

ZUTATEN (FÜR VIER PERSONEN)
Für das Kaninchen: 2 ausgelöste Kaninchenrücken, 2 EL Butter, 1 EL Sonnenblumenöl, 1 Bund Salbeiblätter
Für die Linsen: 120 g Beluga-Linsen, Brühe (ideal von Hasenknochen, alternativ: Gemüse), 2 EL fein gehackte getrocknete Steinpilze, 1 EL gehackte Blattpetersilie
Für die Beilage: 8 gekochte kleine Kartoffeln, 8 gekochte rote Rüben. Salz & Pfeffer.

Das Rohr auf 65 Grad vorheizen.Den Kaninchenrücken mit Salz und Pfeffer würzen, Butter und Öl vorsichtig in einer Pfanne erhitzen, die Rücken einlegen und zart anbraten, die Salbeiblätter dazugeben und alles im Rohr bei 65 Grad 20 Minuten rasten lassen.
Die getrockneten Pilze hacken und in die köchelnde Brühe geben, nach wenigen Minuten die Linsen dazugeben und zehn Minuten kochen. Abseihen, wenn sie noch knackig sind. Vor dem Anrichten in einer Pfanne mit Butter und Petersilie schwenken.
Erdäpfel und Rüben in gleichmäßige Quadrate (1 x 1 cm) schneiden, auf einem Blech ohne Flüssigkeit für 15 Minuten ins Rohr schieben. Am Teller schachbrettartig auflegen, die Filets schräg schneiden und auffächern.
Tipps fürs Umland
Ötzi-Fundstelle: Wer den "Mann im Eis" im September 1991 am Tisenjoch nun zuerst entdeckte und ob er Österreich oder Italien gehören soll, war lange umstritten – einig ist man sich dafür darüber, was "Ötzi" zuletzt gegessen hatte und wie er zu Tode gekommen war: durch ein schweres Schädeltrauma. Die ca. 5.300 Jahre alte Gletschermumie wird im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen ausgestellt. Die Fundstelle liegt nahe dem Weg von der Similaunhütte zum Tisenjoch.
www.soelden.com

Längenfeld: Das "Aqua Dome" rühmt sich, die modernste Therme Tirols zu sein. Leider hatten wir keine Zeit, den Muskelkater im Spa-Bereich mit Blick auf die Ötztaler Alpen zu pflegen – die Schluchtensauna mit Lichtinszenierungen und anschließendem Gang durch die Eishöhle hätten wir gerne besucht. Außerdem gibt es einen Familien- und Kinderbereich: mit Kaskadenwasserfällen, Pool, Sandbänken und einer 90 Meter langen Rutsche. Aqua Dome, Oberlängenfeld 140, 6444 Längenfeld.
www.aqua-dome.at

Sölden: Sportbegeisterte kennen dieses ehemalige Bergdorf im südlichen Teil des Ötztals, das sich über die Jahre zu einem der bekanntesten Ski- und Snowboardgebiete gemausert hat. Auf 1.377 Höhenmetern liegt der traditonelle Startpunkt des Ski-Weltcups. 148,3 Kilometer Pisten, 39 Seilbahnen, drei Langlaufloipen, 38 Skihütten und zwei Funparks finden sich im Gemeindegebiet, das sich bis zur Grenze an Italien erstreckt.
Infos unter: ÖTZTAL TOURISMUS , Gemeindestraße 4, 6450 Sölden.
www.soelden.at